Sprachbildung
Kurze Vorstellung von mir als Autorin dieser Sammlung: Mein Name ist Sabine Häcker, ich seit über 25 Jahren Fachleiterin für Bildungswissenschaften und das Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik und habe u. a. Deutsch-als-Fremdsprache bzw. Zweitsprache studiert.
Zur Auswahl: Auf dieser Seite stelle ich einige meiner Materialien aus meinen Seminaren in der Lehrerausbildung (Referendariat) zur Verfügung als auch exemplarische Unterrichtsmaterialien. Die Auswahl bildet keine Vollständigkeit ab und keine Systematik! Seminare beispielsweise, bei denen ich auf Fachliteratur zurückgreife, die nicht im Internet zur Verfügung steht, kann ich hier aus Gründen des Abdruckrechts nicht darstellen.
Unterrichtsplanung: Sprachbildung und -förderung in allen Fächern
Planung von Sprachbildung und -förderung im Fachunterricht ZIEL: Sprachbildung in die Unterrichtsplanung implementieren - ausgehend von den konkretisierten sprachlichen Erwartungen (nach Tanja Tajmel)
Sprachliche Differenzierung von Texten im Fachunterricht ZIEL: In inklusiven Lerngruppen Fachtexte auf differenzierten sprachlichen Niveaus angebieten können
Grundlagen für Lehrkräfte: Sprachsensibilität durch Wissen über Sprache
ZIEL: Um sprachsensibel unterrichten zu können, brauchen Lehrer zuerst einmal selbst Sprachwissen, um sprachliche Strukturen und Stolperfallen zu erkennen. Hier finden sich ein paar "Schnipsel", d. h. eine unsystematische, zufällige Sammlung.
- Warum steht auf einem Brief "An Herrn Meier", obwohl es doch eigentlich "Herr Meier" heißt? - die n-Deklination
- Redepartikel (in Planung)
Sprachliche Korrektheit im Unterricht: Lehrende als sprachliches Vorbild :-)
ZIEL: Lehrer sollten die deutsche Sprache möglichst korrekt verwenden, denn sie sind das sprachliche Vorbild für ihre Schüler, falls die Eltern es nicht sein können. Die folgenden Lernpfade sind eine Hilfe, um eventuelle eigene Schwächen selbstständig zu bearbeiten! ;-)
- Kommakompetenz (in Planung) ZIEL: Als Lehrer eine möglichst korrekte Kommasetzung beherrschen
- "Wir haben das diskutiert gehabt!" (in Planung) ZIEL: Sich als Lehrer der eigenen Sprachregister bewusst sein
Beispiele für den Unterricht
Sprachbildung und -förderung im inhaltlichen Kontext
- Glückwünsche zu Weihnachten und Neujahr aussprechen (1): "Ich wünsche dir ein(en?) guten Rutsch." - das Verb wünschen mit DATIV und AKKUSATIV -> in: Warum schreiben wir uns Weihnachts- und Neujahrsglückwünsche?
- Glückwünsche zu Weihnachten und Neujahr aussprechen (2): Was ist bei Glückwünschen sprachlich zu beachten? -> in: Warum ist das Schwein ein Glückssymbol? Traditionen/Glückssymbol/Schwein
- Ungesicherte Informationen ausdrücken mit dem Modalverb sollen oder dem Redepartikel wohl -> in: Osterwissen (für Jhg. 5-7)
Mehrsprachigkeit wertschätzen und fördern
Mehrsprachigkeit ist nicht nur vor dem Hintergrund der Globalisierung eine zukunftsrelevante Ressource, die Entwicklung der Herkunft- oder Familiensprache ist auch für die intellektuelle, sprachliche und persönliche Entwicklung von Relevanz. Mehrsprachigkeit sollte strukturell gefördert werden durch Unterrichtsangebote zur Entwicklung der Herkunftssprache sowie Austauschprogramme etc. Wertschätzung von individueller Mehrsprachigkeit hat eine hohe pädagogische Bedeutung, denn sie zeigt Anerkennung und kann die Lern- und Leistungsbereitschaft fördern sowie dazu ermutigen, die Herkunftssprache auch als Schriftsprache und auf Bildungsprachniveau auszubilden.
- Gedichte in zwei Sprachen: Ağacım / MeinBaum (Jhg. 4/5) ZIEL: Wertschätzung individueller Mehrsprachigkeit von Schülerinnen und Schülern
Literatur
- Martens, Lieselotte: Stolpersteine der deutschen Sprache. 2014. https://foermig-berlin.de/materialien/Stolpersteine.pdf
- Gogolin, Ingrid u. a. (FörMig): Durchgängige Sprachbildung: Qualitätsmerkmale für den Unterricht. 2010. https://www.sprachenservicewahr.de/Foermig_Qualitaetsmerkmale.pdf
- Beckmann, Ruth (Hrsg.: Freie Hansestadt Bremen): Handreichung zum Sprachbildungskonzept der Senatorin für Bildung und Wissenschaft Bremen. 2013.
Zur Autorin: Sabine Häcker ist seit über 25 Jahren Fachleiterin für Bildungswissenschaften und Wirtschaft-Arbeit-Technik in Bremen. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte ist die Implementierung von Sprachbildung- und förderung in den Fachunterricht. → Hier geht es zu einer Gesamtübersicht ihrer veröffentlichten Materialien: Sabine Häcker
Hinweis zum Anliegen der geschlechtergerechten Sprache
Es wird die Variante des sog. generischen Maskulinums in ihrer genderneutralen Definition verwendet. Das grammatikalische Geschlecht von Sprache als Kategorie ist dabei keinesfalls mit dem biologischen oder sozialen Geschlecht von Menschen gleichzusetzen! Wer sich mit dem Thema näher auseinandersetzen möchte: Das Dilemma des Sprachgerechtigkeitswunsches
