Karikatur: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 8. Januar 2023, 09:18 Uhr

Die Punch-Karikatur „Dropping the Pilot” (dt. meist „Der Lotse geht von Bord”) von Sir John Tenniel zur Entlassung Bismarcks 1890

Eine Karikatur ist eine komisch überzeichnete Darstellung von Menschen oder gesellschaftlichen Zuständen, die häufig etwas kritisiert oder auf gesellschaftliche Misstände hinweist. Im Politik- oder Geschichtsunterricht dienen sie zur Illustration, zum motivierenden Einstieg („Stummer Impuls“) und zur Analyse und Interpetation.

Oft sind sie aber schwer zu entschlüsseln, weil sie sich einer Zeichen- und Symbolsprache bedienen. Diese Zeichen und Symbole konnten in ihrer Zeit meist bei den Leserinnen und Lesern der Zeitungen und Zeitschriften, in denen die Karikaturen erschienen sind, als bekannt vorausgesetzt werden. Einige dieser Zeichen benutzen wir heute auch noch, andere nicht mehr.

Karikaturen zeigen keine historischen Sachverhalte; sie sind Quellen dafür, wie Menschen etwas gesehen und beurteilt haben, und sie lassen als Werturteile meist an Deutlichkeit kaum zu wünschen übrig.
Aber sie bieten auch besondere Verständnisschwierigkeiten, denn sie arbeiten mit übertragender Bedeutung. Das Objekt der Darstellung wird verfremdet. [...]
Deshalb müssen Karikaturen erst immer „übersetzt“ werden. Hinzu kommt eine Fülle von Bezügen, Anspielungen und Symbolen, die aus dem zeitgenössischen Alltag schöpfen und vom Betrachter nicht mehr spontan verstanden, sondern entschlüsselt werden müssen.“
aus: Michael, Sauer: Bilder im Geschichtsunterricht. Seelze-Velber, 2003, S. 101ff.

Dieser Lernpfad soll dabei helfen, die Entschlüsselung von Karikaturen in der Schule einfacher zu machen.


Siehe auch

Weblinks



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