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Version vom 22. März 2025, 11:10 Uhr
Die Begriffsanalyse ist ein zentrales Mittel des Philosophierens im Ethikunterricht. Mit den unterschiedlichen Methoden kann man alters- und adressatengerecht diese Analyse variieren, um abstrakte philosophische Begriffe in ihrer Bedeutung für die Lerngruppe einzukreisen bzw. zu definieren.
Methoden der Begriffsanalyse
- Modellfälle, unstrittige Paradebeispiele sammeln: Beispiele von ähnlichen Situationen formulieren, dabei werden Merkmale heraus gestellt.
- Wortfelduntersuchung: Verwandtschaft von Begriffen darstellen (auch Gegensätze)
- Veranschaulichung: von einfachen Beispielen zu immer abstrakteren Aussagen gelangen
- Vergleiche: Analogien und bildhafte Vergleiche finden (auch: Sätze bilden mit den Begriffen)
- Strukturskizzen, Karikaturen, Allegorien: Sie dienen als Modellfälle und stellen wesentliche Bedeutungen der Begriffe heraus, außerdem werden durch sie die Begriffe vereinfacht.
- Lücken: Was wird mit den Begriffen NICHT ausgedrückt. Anhand von Auslassungen dem Begriff näher kommen.
- Antonyme, kontradiktorische und korrelierende Begriffe, um auszuloten, welche Bereiche der zu analysierende Begriff nicht abdeckt
- Beschäftigung mit Grenzfällen, möglicherweise auch erdachte oder konstruierte Fälle, Gedankenexperimente nutzen
- Erfinden neuer Begriffe, um nicht in festgefahrenen bzw. alltagssprachlich besetzten Strukturen/Begriffen neue philosophische Probleme besprechen zu müssen. (vgl. Heidegger)
- Begriffliche Netzwerke
- Begriffsbrücke
- Begriffsbaum
- Netzwerke
Unterrichtsmaterial
Mit der folgenden Aufgabe kann in arbeitsteiliger Gruppenarbeit eine Wortfelduntersuchung zum Thema Natur erarbeitet werden.
- Wortfelduntersuchung
Suche nach Begriffen (Substantive, Adjektive, Verben), die dir zum Begriff „Natur“ einfallen. Welche Begriffe des Wortfeldes sind miteinander verwandt und können als Modellfälle dienen, welche sind konträr und passen demzufolge nicht dazu, wo lassen sich Ober- und Unterbegriffe unterscheiden? (Clusterbildung) Gehe genauso für den Begriff "Kultur" vor.
- Veranschaulichung
Veranschauliche den Begriff „Natur“, indem du mit dem Einfachen (Stufe 4) beginnst und die Bedeutung schrittweise nach folgendem Schema aufbaust (Beispiel):
- Stufe – abstrakter Begriff, Hypothese, Behauptung: Glück
- Stufe – Konkretion: Menschen können glücklich sein.
- Stufe – Beispiel: Ich war auch schon mal glücklich.
- Stufe – Detail eines Beispiels: bei einem spontanen Picknick mit Freunden mitten im Winter.
- Lücken
Finde Gegenbegriffe zu „Natur“. Erkunde, welche Bedeutungsbereiche der Begriff Natur nicht abdeckt – welche Bedeutungen lassen sich von vornherein ausschließen? Ist dies dann schon Kultur?
- Grenzfälle
Beschäftige dich mit Grenzfällen von „Natur“ - an welcher Stelle geht Natur in Kultur über? Erdachte Beispiele oder Gedankenexperimente können dir helfen, Wesensmerkmale von Natur herauszuarbeiten.
- Begriffliche Netzwerke
Finde Synonyme sowohl für „Natur“ als auch "Kultur". Klassifiziere diese Begriffe und ordne sie hierarchisch.
- Gemeinsamkeit mit anderen Begriffen
Literatur
- Barbara Brüning: Philosophieren in der Sekundarstufe, Methoden und Medien, Beltz-Verlag, 2003, ISBN 3-407-602486-7
- Ekkehard Martens: Philosophieren mit Kindern, Reclam, ISBN 3-15-009778-9
Siehe auch
Fachspezifische Methoden
Fachspezifische Medien