Abendland und Orient/Ausbreitung des Islam

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Die islamische Expansion bis 945.
Aus G. Droysens Historischem Handatlas, 1886

Der Islam breitete sich bis zum Tode des Propheten Mohammed über die Arabische Halbinsel aus und in den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten über weite Teile des Nahen Ostens, Nordafrikas und bis auf die Iberische Halbinsel.



Der „heilige Krieg“

Aufgabe
  1. Erkläre, was die Ziele des heiligen Krieges sind.
  2. Beschreibe, wie Mohammed den heiligen Krieg einschränkt …
    • … in Bezug auf Gefangene
    • … in Bezug auf Andersgläubige (Juden und Christen)
    • … in Bezug auf Frauen und Kinder
Zitat

Wenn ihr im Krieg mit den Ungläubigen zusammentrefft, dann schlagt ihnen die Köpfe ab, bis ihr eine große Niederlage unter ihnen angerichtet habt. Die übrigen legt in Ketten und gebt sie, wenn des Krieges Lasten zu Ende gegangen sind, entweder aus Gnade umsonst oder gegen Lösegeld frei. So soll es sein. (...)

Die für Allahs Religion kämpfen und sterben, deren Werke werden nicht verloren sein. Allah wird sie vielmehr leiten (...) und beglücken und sie in das Paradies führen, welches er ihnen angekündigt hat.

(Koran, Sure 57,5-7)

Bekämpft diejenigen Juden und Christen, welche nicht an Allah und den Jüngsten Tag glauben und die das nicht verbieten, was Allah und sein Prophet verboten haben (...) so lange, bis sie ihre Steuer in Demut entrichten und sich unterwerfen.

(Koran, Sure 9,29)

Die Schwerter sind die Schlüssel zum Paradies. Tötet keine Greise, Säuglinge, Kinder und Frauen. Liefert alle Beute ab, haltet nichts davon zurück. Bewahrt Ordnung und tut Gutes; denn Allah liebt die, welche Gutes tun. (Aus der Sunna)
Mohammed über den "heiligen Krieg"

Behandlung der Unterworfenen

Aufgabe
  1. Beschreibe die Lebensbedingungen der Christen und Juden im Islam:
    • Erkläre, für wen Alkohol und Schweinefleisch verboten sind, und für wen nicht.
    • Beschreibe, für wen islamisches Recht gilt und für wen nicht. Überlege, ob es Ausnahmen gibt.
  2. Überlege, ob Christen den islamischen Glauben annehmen müssen.
  3. Versuche, diesen Schutzvertrag zu bewerten.
Zitat

Wir werden eure Geschäfte mit den Muslimen überwachen. (...) Wenn ihr einem Muslim etwas Verbotenes verkauft, wie Wein, Schweinefleisch, Blut, Aas oder dergleichen, werden wir den Verkauf für ungültig erklären. (...)

Die Geschäfte, welche ihr mit einem von euch betreibt, werden wir nicht überwachen und keine Frage danach stellen, solange ihr euch untereinander verständigt. Wenn einer von euch sich mit der Bitte um ein Urteil an uns wendet, werden wir ihm ein solches nach islamischem Recht geben. Doch wenn keiner zu uns kommt, werden wir uns nicht in eure Angelegenheiten einmischen. (...)

Ihr dürft in den Städten der Muslime weder Kreuze zur Schau stellen noch Kirchen bauen oder Glocken läuten. (...)

Jeder freie, gesunde Mann hat die Kopfsteuer von 1 Dinar im Jahr zu entrichten. Weitere steuerliche Verpflichtungen habt ihr nicht. Ihr könnt in den islamischen Ländern reisen, nur dürft ihr Mekka nicht betreten. (...)

Unsere Pflicht ist es, euch und euren rechtmäßigen Besitz gegen jedermann, der euch Unrecht tun will, sei er Muslim oder nicht, zu schützen, so wie wir uns selbst und unseren Besitz schützen würden. (...)
Aus einem Schutzvertrag der Kalifen mit Juden und Christen  (8./9. Jh.)

Interaktive Übungen

Zeitleiste

Ordne die Beschreibungen den Jahreszahlen richtig zu.

622 Beginn der islamischen Zeitrechnung Zug Mohammeds von Mekka nach Medina
632 Tod Mohammeds Errichtung des Kalifats
750 Höhepunkt der arabischen Expansion Fränkische Dynastie erklärt sich zum Schutzherrn von Papst und Kirche
800 Kaiserkrönung Karls des Großen Bagdad mit 1 Mio. Einwohnern größte Stadt der Welt

Richtig oder falsch?

Kreuze die richtigen Sätze an:

Mohammeds Heimatstadt ist Mekka auf der arabischen Halbinsel(!nein) (ja)

Vor der Gründung des Islam verehrten die Menschen in Mekka viele Götter. (ja) (!nein)

Eine Moschee ist eine Gebäudeanlage mit Gebets -, Versammlungs- und Wohnräumen sowie Unterkünften für Karawanenreisende.(!ja) (nein)

„Minibar“ ist der Erfrischungsraum für die Prediger in einer Moschee.(!ja) (nein)

Kreuze die richtigen Sätze an:

Christen wie Muslime glauben nur an einen Gott.(ja) (!nein)

Die Gläubigen beider Religionsgemeinschaften verehrten Jesus und Mohammed als Propheten.(!ja) (nein)

Beide Religionsgemeinschaften besitzen eine heilige Schrift, deren Inhalt als göttliche Offenbarung gilt.(ja) (!nein)

Sinnbild christlichen wie islamischen Glaubens ist der Halbmond.(!ja) (nein)

Christen und Muslime glauben an ein Leben nach dem Tod.(ja) (!nein)

Muslime wie Christen führen den Beginn ihrer Zeitrechnung auf ein besonderes Ereignis im Leben ihres Religionsstifters zurück.(ja) (!nein)

Buchgläubige

Kreuze die richtigen Sätze an:

Ein Buchgläubiger (!glaubt an viele Götter.)(!glaubt, durch das Lesen vieler Bücher die Wahrheit zu finden.)(glaubt an religiöse Wahrheiten, die in einer heiligen Schrift zusammengestellt sind.)

In einem Gottesstaat (!stehen sich Staat und Kirche als gleichberechtigte Kräfte gegenüber.)(sind Staat und Kirche ein und dasselbe.)(!spielt die Kirche neben anderen Vereinigungen nur eine untergeordnete Rolle.)

Fünf Säulen des Islam

Aufgabe
  1. Suche im Internet nach den 5 Säulen des Islam!
    • Nenne sie!
    • Erkläre sie kurz!


Weblinks