Die Insel in der Vogelstraße

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Die Insel in der Vogelstraße ist ein Roman des israelischen Autors Uri OrlevWikipedia-logo.png.

Bei der Deportation aus einem jüdischen Ghetto 1943 kann der elfjährige Alex fliehen und überlebt fünf Monate in einer Ruine.

Inhalt

Uri Orlev erzählt in Die Insel in der Vogelstraße, wie der elfjährige Alex, der seine Mutter verliert, fünf Monate in einer Ruine (seiner "Insel") in einem polnischen Getto überlebt, in das er flüchten kann, als sein Vater mit anderen Juden zusammen abtransportiert wird.

Das Buch stellt die Alltagsprobleme, Gefühle und Gedanken des Kindes in den Mittelpunkt. Dadurch wird dem jungen Leser die Identifikation mit dem Protagonisten erleichtert, ohne von der Schwere des jüdischen Schicksals unter der Nazi-Diktatur erdrückt zu werden. Dennoch sind alle Ereignisse wie die Verdrängung der Juden ins Getto, ihre Isolierung dort, die Deportation aus dem Ghetto in die Vernichtungslager, aber auch Korruption und Verrat auf der einen und Widerstand auf der anderen Seite präsent.

Das Buch arbeitet ohne moralischen Zeigefinger und macht vor allem deutlich, wozu auch ein Kind unter außergewöhnlichen Umständen fähig ist und dass selbst unter widrigen Umständen Hilfsbereitschaft, menschliche Wärme und Liebe zu finden sind.

Buch

  • Uri Orlev: Die Insel in der Vogelstraße, Ravensburger Taschenbuch, ISBN 3-473-58075-9

Film

Die englischsprachige Verfilmung ist leider in Deutschland nicht erhältlich.

Trailer
Film auf YouTube
The Island on Bird Street


Meinung

Nach abgeschlossener Lektüre und unterrichtlicher Bearbeitung des Romans "Die Insel in der Vogelstraße" bietet es sich an, die englischsprachige Verfilmung im Unterricht anzusehen, auch wenn die Gesamtlänge des Films dafür mehrere Unterrichtsstunden erfordert. Denn der Film ist, auch dann, wenn nicht alle englischen Dialoge von den Schüler_innen verstanden werden, in seiner Handlung gut nachvollziehbar, da die Hauptpersonen und die grundlegende Handlung ja aus dem Unterricht bekannt sind.

Der Film zeigt die Situation, in der sich Alex, der 12-jährige Protagonist, befindet, in klaren und eindringlichen Bildern, die auch, ohne den Text zu verstehen, leicht zu verstehen ist.

Den Schüler_innen wird schnell deutlich, dass es neben den grundlegenden Überstimmungen mit Handlung und Personal des Romans auch etliche deutlich Unterschiede gibt. Diese bieten einen guten Gesprächsanlass:

  • Warum zeigt der Film bestimmte Szenen und andere nicht?
  • Welche Wirkung und Bedeutung haben die Änderungen in der Verfilmung?
Bei allem Ernst des Films zeigt er doch zugleich auch Lebensfreude und gefällt den 7.-Klässler_innen, die ihn heute sehen durften, offensichtlich gut. --Karl Kirst (Diskussion) 20:57, 11. Jun. 2015 (CEST)

Weblinks

Siehe auch