Stadt im Mittelalter/Wanderjahre

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Version vom 17. Dezember 2020, 05:46 Uhr von Matthias Scharwies (Diskussion | Beiträge) (Interaktive Übung)
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Aufgabe
  1. Schaue das Video.
  2. Überlege, warum Handwerker auf Wanderschaft "ledig, ohne Kinder und ohne Schulden" sein mussten.
  3. Bearbeite die interaktiven Übungen.


Zwei wandernde Gesellen, 2006.jpg

Der Begriff Wanderjahre (auch Walz, Tippelei, Gesellenwanderung) bezeichnet die Zeit der Wanderschaft zünftiger Gesellen nach dem Abschluss ihrer Lehrzeit (Freisprechung). Sie war seit dem Spätmittelalter bis zur beginnenden Industrialisierung eine der Voraussetzungen der Zulassung zur Meisterprüfung. Die Gesellen sollten vor allem neue Arbeitspraktiken, fremde Orte, Regionen und Länder kennenlernen sowie Lebenserfahrung sammeln.



Interaktive Übung

Viele Gesellen gingen nach ihrer Lehre auf die Walz, wie man die Wanderschaft nennt. In ihrer Kluft kann man sie gleich erkennen. Sie trugen schwarze Hosen und weiße Leinenhemden und breitkrempige Hüte gegen die Sonne.
Nicht jeder Geselle durfte die Stadt verlassen. Sie mussten "ledig, ohne Kinder und ohne Schulden" sein, da andernfalls die Zunft ihrer Heimatstadt für sie haften musste.
Innerhalb der Wanderzeit durften sie sich ihrer Heimat nicht weiter als 20km nähern. So zogen sie von Ort zu Ort und fragten um Arbeit nach. Innerhalb der 4-6 Wochen lernten sie oft neue Techniken kennen, die ihr Wissen erweiterte.
Damit im Falle eines Unfalls für die Beerdigungskosten gesorgt war, trugen sie einen goldenen Ohrring. Stahl ein Geselle etwas, wurde er verfolgt und ihm dann der Ohrring als Entschädigung herausgerissen. So wurde er - für alle erkennbar - zum „Schlitzohr“.



Nuremberg chronicles - Nuremberga.png

Lernpfad Stadt im Mittelalter



Weblinks