Lehnswesen

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Das Feudalwesen, auch Lehnswesen (→ Lehnsherrschaft) bildete die Grundlage der mittelalterlichen Gesellschaftsordnung.

Unterrichtsideen

Warum werden freie Bauern im Mittelalter unfrei?

Aufgabe
  1. Lies den angegebenen Arbeitstext.
  2. Fasse zusammen, welche Probleme die Bauern durch den Kriegsdienst hatten.
Zitat

An den großmächtigen Herrn… Da es allen wohlbekannt ist, dass ich nichts habe, womit ich mich ernähren und bekleiden kann, habe ich mich an eure Mildtätigkeit gewandt und aus freiem Willen die Entscheidung getroffen, dass ich mich in euren Schutz übergebe.

Dies habe ich getan, allerdings unter der Voraussetzung, dass ihr mich mit Nahrung und Kleidung unterstützen und mir helfen müsst in dem Maße, wie ich euch zu dienen und mir damit ein Anrecht zu erwerben vermag. Dementsprechend muss ich, solange ich lebe, im freien Stand euch Dienst und Gehorsam leisten.
Vertragsformular eines Mannes, der durch den Kriegsdienst verarmte

Lehnsherrschaft

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Graf Roland verspricht Karl dem Großen die Treue



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Villikation

Villikationssystem
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Interaktive Quizze

Das Lehnswesen

Setze die passenden Begriffe ein.

Unter Lehen verstand man ein weltliches Gut wie ein Stück Land (mit Gebäuden), ein politisches Amt oder ein Recht (zu fischen, jagen, Steuern einzutreiben). Der Eigentümer(Lehnsherr) gab dieses Lehen unter der Bedingung gegenseitiger Treue, in den zumeist erblichen Besitz des Berechtigten, der dadurch zum Lehnsmann wurde.

Der Lehnsmann oder Vasall wurde nun zum Besitzer des Lehens. Die vom geforderte Treue sollte sich in militärischer und politischer Unterstützung ausdrücken.

Sprachlich hängt der Ausdruck „Lehen“ mit „leihen“ zusammen, bedeutet also so viel wie „geliehenes Gut“ (vgl. heute „Darlehen“).

Hommage

Setze die passenden Begriffe ein.

Eine Hommage ist eine Huldigung des Vasallen, „homo“, gegenüber dem Lehnsherrn, „dominus“). Es handelte sich dabei um einen öffentlichen Ehrenerweis und eine symbolische Bestätigung des Vasallenvertrages, der zwischen zwei freien Männern geschlossen worden war.

Sichtbarer Ausdruck der Ergebenheitshandlung war das Einlegen der Hände in die des Lehnsherrn (Handgang – vergleichbar mit dem heutigen Handschlag, allerdings bringt der Handgang ein hierarchisches Verhältnis zum Ausdruck).

Weblinks