DDR/Das bessere Deutschland

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Aufgabe
  1. Analysiere die ersten Zeilen der Nationalhymne und den Text des Liedes „Bau auf“ (Lied der FDJ).
    • Erkläre kurz, was mit „grausame Nacht“ gemeint ist.
    • Überlege, wie die bessere Zukunft wohl aussehen soll.
  2. Bodenreform
    • Erkundige Dich, was man unter Junkern verstand. Problematisiere die Lebensverhältnisse der Landarbeiter.
    • Betrachte die verlinkten Plakate. Überlege, was diese versprechen!
  3. Erklräree, was sich hinter dem Begriff „Volkseigener Betrieb“ verbirgt.
    • Beurteile, ob der Begriff „volkseigen“ zutrifft.
    • Überlege, welche Auswirkungen diese Politik auf die Wirtschaftsentwicklung in der DDR hat.

„Auferstanden aus Ruinen …“

Zitat
Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt
Deutschland, einig Vaterland.

Nationalhymne der DDR. Text: Johannes R. Becher[1] , Melodie: Hanns Eisler


Zitat

Jugend erwach, erhebe dich jetzt, die grausame Nacht hat ein End,
und die Sonne schickt wieder die Strahlen hernieder vom blauen Himmelsgezelt.
Die Lerche singt frohe Lieder ins Tal, das Bächlein ermuntert uns all.
Und der Bauer bestellt wieder Acker und Feld, bald blüht es überall.

Allüberall der Hammer ertönt, die werkende Hand zu uns spricht:
Deutsche Jugend pack an, brich dir selber die Bahn,
für Frieden, Freiheit und Recht, keinen Zwang und kein Drill
der eigene Will ´bestimme dein Leben fortan. Blicke frei in das Licht,
das dir niemals gebricht. Deutsche Jugend, steh deinen Mann.

Refrain:
Bau auf, bau auf,
bau auf, bau auf,
Freie Deutsche Jugend, bau auf!
Für eine bess´re Zukunft richten wir die Heimat auf!


Reinhold Limburg

Bauernland in Junkerhand

Stamp Bodenreform Provinz Sachsen.jpg


Zitat

Ab 1946 wird in Ostdeutschland der Aufbau des Sozialismus konsequent vorangetrieben, die alte Gesellschafts- und vor allem Wirtschaftsordnung verliert immer mehr an Bedeutung und soll durch neue Struktureigenschaften an das neue politische System angepasst werden. Es folgt eine Umgestaltung der Besitzverhältnisse. Im April 1947 wird die Bodenreform beschlossen und damit der erste Schritt in Richtung eines neuen Wirtschaftssystems gemacht.

Jeder Grundbesitz über 100 Hektar ist entschädigungslos zu enteignen und in einen staatlichen Bodenfonds einzubringen. Aus diesem Fonds erhalten Kleinbauern, Flüchtlinge und Landlose neue Flächenzuweisungen von bis zu 5 Hektar. Der Großgrundbesitz, gerade in den ehemalig preußischen Regionen sehr autoritär geprägt, wird damit sozialistisch an ärmere Bürger aufgeteilt werden.


Verstaatlichung in der DDR (industrie-kultur-ost.de)

„volkseigene“ Betriebe

SED Plakat 1947.jpg



Zitat

Fritz Selbmann, welcher als Gründervater des DDR-Wirtschaftssystems zählt, propagiert mit der Partei KPD bereits schon sehr früh die Verstaatlichung der Wirtschaft. Das eigens eingeführte „Amt für Betriebsneuordnung“ soll diese Mammutaufgabe regeln. Den Ausgangspunkt für diese Verstaatlichung bilden ca. 3000 Betriebe, dessen Eigentümer geflohen sind oder inhaftiert wurden, es sind sogenannte „herrenlose“ Betriebe.

m diese Enteignungen auch vor dem Volk zu legitimieren, kommt es am 30. Juni 1946 zum Volksentscheid. Bei diesem wird über die Enteignung von „Nazi- & Kriegsverbrechern“ abgestimmt, eine beachtliche Summe von 77,6 % stimmt für den Entscheid, betroffene Personen sind nicht stimmberechtigt. Alle Betriebe werden auf diese Art gleichgestellt und damit auch eine große Zahl zu unrecht bestraft. Das komplette betriebliche Eigentum, sowie noch vorhandenes Vermögen werden in Volkseigentum überführt und die Betriebe einem Betriebsdirektor unterstellt.

Um diesen neuen Prozess der Besitzumwandlung auch nach Außen hin sichtbar zu machen, verschwinden die alten ehrenwerten Firmenname von den Fassaden der Fabriken und werde durch den neuen Namen, meist eine Kombination aus „VEB“ (Volkseigener Betrieb) + „Namen sozialistisch/Kommunistischer Personen“ / „Geografische Sinnbilder“ / „Erzeugnissbereich“ + „den ansässigen Ort der Fabrik“ ersetzt.
Verstaatlichung in der DDR (industrie-kultur-ost.de)




Weblinks

  • Ab ca. 1970 wurde der Text nicht mehr gesungen und verbreitet, da der Aufruf zur deutschen Einheit als nicht mehr opportun galt.