Berufsorientierung/Praktika

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Berufsorientierung

drei verschiedene Arbeitsbekleidungen
  1. Grundlagen des Berufsorientierungs-Prozesses
  2. Interessen, Fähigkeiten und das 3-Kreise-Modell
  3. Das passende Berufsfeld - der passende Beruf
  4. Ausbildungsberufe
  5. Möglichkeiten im Übergangsbereich Schule-Beruf
  6. Praktika
  7. Sich um einen Ausbildungsplatz bewerben
  8. Berufsorientierungs-Prozesse: Gestaltung, Begleitung und Beratung

Praktika im Rahmen der Berufsorientierung - Suche, Telefon-Training, Verhalten, Dokumentation und Reflexion

In diesem Lernschritt soll es in Bezug auf Betriebspraktika um folgende Aspekte gehen:
  • die Suche nach Praktikumsplätzen
  • das Anrufen bei Betrieben
  • das richtige Verhalten in Betriebspraktika
  • das Schreiben von Praktikumsberichten
  • das Reflektieren von Betriebspraktika

Wie suche ich nach Praktikumsplätzen?

In diesem Lernschritt soll es um die Suche nach einem Praktikumsplatz gehen.

Wie finden Schüler:innen einen Praktikumsplatz?
  • Die Schüler:innen kennen ihren Wunsch-Betrieb für ein Praktikum und fragen dort nach.
  • Die Schüler:innen fragen Freund:innen, Bekannte oder Vereinskolleg:innen.
  • Die Schüler:innen fragen die/den Ausbildungslots:in oder eine Lehrkraft. Im Idealfall haben diese Personen auch eine Liste mit den Praktikumsbetrieben der letzten Jahre nebst Kommentar zur Eignung dieser Betriebe als Praktikumsstellen.
  • Die Schüler:innen suchen auf der IHK-Lehrstellenbörse.
  • Die Schüler:innen suchen auf der Lehrstellenbörse ihrer regionalen Handwerkskammer.

Wie finden Schüler:innen einen Praktikumsplatz in Wohnortnähe?
Wohnortnähe ist ein Kriterium das hinsichtlich seiner Auswirkung auf den Erfolg eines Praktikums nicht unterschätzt werden sollte. Aus diesem Grund steht hierzu im Download-Bereich dieses Lernschritts ein Arbeitsblatt zur Verfügung.
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Arbeitsblatt mit Tipps für die Suche nach Praktikumsplätzen
Arbeitsblatt für die Suche nach Praktikumsplätzen mit der google-Umkreissuche

Wie rufe ich bei einem Betrieb an? - Regeln, Redewendungen, Wortschatz und Telefon-Training

Wenn Schüler:innen einen Praktikumsplatz suchen, dann ist ein Anruf meist das Mittel der Wahl.
Telefonieren ist jedoch eine Kompetenz, die je nach Lerngruppe mehr oder weniger Berücksichtigung im Unterricht verlangt. Schüler:innen sollen vor allem lernen, dass sich ein Anruf bei einem Betrieb von einem WhatsApp- oder FaceTime-Anruf bei Freund:innen unterscheidet und gewissen Konventionen unterliegt.
Damit Lehrkräfte bei Schüler:innen eine Telefon-Kompetenz anbahnen können, gilt es drei Aspekte zu berücksichtigen:
  • Wortschatz-Kenntnisse: wichtige Wörter und Redewendungen für das Führen von Telefongesprächen
  • Wissen um Regeln für gelingende Telefongespräche
  • Übung, Übung und Übung

Im Download-Bereich dieses Lernschritts steht ein breites Angebot an Materialien zur Verfügung.
  • die 10 Goldenen Regeln des Telefonierens
  • ein Arbeitsblatt, mit dem Schüler:innen Telefongespräche vorbereiten und während der Telefongespräche Notizen machen können
  • drei Telefongespräche, die Schüler:innen dialogisch sprechen können, um einer Sprech- und Schwellenangst entgegenzutreten
  • wichtige Redewendungen zum Führen von Telefongesprächen
  • der spezifische Wortschatz zum Führen von Telefongesprächen

Um eine möglichst große Nähe zwischen der Realsituation und dem Material zu gewährleisten, musste bei der Erstellung der Materialien zum Teil von der Leichten Sprache abgesehen und eine einfache Sprache angewendet werden.
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ein Arbeitsblatt mit dem Schüler:innen Notizen während eines Telefonats machen können
spezifischer Wortschatz zum Führen von Telefonaten
wichtige Redewendungen für das Führen von Telefonaten
die 10 Goldenen Regeln zum Führen erfolgreicher Telefonate
drei Telefon-Gespräche zum dialogischen Üben

Wie soll ich mich im Praktikum verhalten?

Lehrwerke oder Praktikumsmappen bieten oft sehr umfangreiche Regel-Kataloge an, wenn es um das richtige Verhalten in Betriebspraktika geht.

Diese Vielzahl an Verhaltensregeln lassen sich aber nur schwer einprägen, geschweige denn in der Realsituation angemessen anwenden.
Aus diesem Grund erscheint es als sinnvoll, in Anlehnung an Wolfgang Seyd lediglich mit drei überfachlichen Kompetenzen zu arbeiten:
  • Zuverlässigkeit: Seyd spricht hier von Verlässlichkeit.
  • Höflichkeit: Seyd nennt diese überfachliche Kompetenz Verträglichkeit.
  • Selbstständigkeit: Hier findet Seyds Begriff Anwendung.

Im Download-Bereich dieses Lernschritts stehen Materialien zur Thematisierung dieser drei überfachlichen Kompetenzen zur Verfügung. Auf dem ersten Arbeitsblatt werden die überfachlichen Kompetenzen erklärt. Auf dem zweiten Arbeitsblatt sollen die Schüler:innen den überfachlichen Kompetenzen Sätze zuordnen. Bei diesem Arbeitsblatt ist nicht immer eine eindeutige Zuordnung möglich. Dies stellt aber keinen Nachteil dar. Denn so kann es zu einem Sinn konstruierenden Austausch kommen. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Einblick in die Denk- und Argumentationsstrukturen der Schüler:innen zu gewinnen. Schlussendlich besitzt ein Wort meist auch mehrere Facetten zugleich, was einer Eins-zu-Eins-Zuordnung und einem bloßen Wissen oder Nicht-Wissen zuwiderläuft.
Die drei überfachlichen Kompetenzen sind auch Bestandteil der Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten und Stärken (Ich kann... - Fähigkeiten und Stärken) sowie des Vorschlags für ein Beurteilungsraster.

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Arbeitsblatt zu drei zentralen überfachlichen Kompetenzen nach Wolfgang Seyd
Arbeitsblatt zu den drei zentralen überfachlichen Kompetenzen nach Wolfgang Seyd


Wie hat mir das Praktikum bei der Suche nach passenden Berufen geholfen?

In diesem Lernschritt geht es um die Reflexion des Betriebspraktikums. Die Reflexion soll von zwei Parteien vorgenommen werden:
  • Die/Der Schüler:in reflektiert das Betriebspraktikum im Hinblick auf ihren/seinen BO-Prozess und
  • der Betrieb beurteilt das Verhalten der/des Schüler:in.

Um einen größtmöglichen Lern- und Erkenntnisgewinn zu erzielen, sollte auf Grundlage der Materialien in diesem Lernschritt eine Rückkoppelung zu den Lernschritten Ich möchte... und Ich kann... initiiert werden, so dass das Ich-möchte-Portfolio und das Ich-kann-Portfolio im Hinblick auf ihre Faktizität und Aktualität überprüft werden können.
Besonders empfehlenswert ist jedoch die Arbeit mit einer Praktikumsmappe, mit der die Schüler:innen
  • Erwartungen formulieren,
  • Tätigkeiten im Praktikum dokumentieren,
  • Recherche-Aufträgen nachgehen und
  • das Praktikum reflektieren.

Hinweis zum Beurteilungsraster für Betriebspraktika:
Für die Erstellung des Kanons aus überfachlichen Kompetenzen diente ein Kompetenz-Profil einer Mannheimer Werkrealschule als Vorlage, das der Autor im Schuljahr 2019/20 auf Grundlage eines Gesprächsleitfadens zur Einschätzung beruflicher Leistungen von Auszubildenden an Berufsbildungswerken.
Quelle des Gesprächsleitfadens:
Vgl. Seyd, Wolfgang/Schmidt, Elke-H. (2017): Lehrbuch zur Fortbildung Aus- und Weiterbildungspädagoge. Lern- und Arbeitsmethodik. Lernprozesse und Lernbegleitung. 3. überarbeitete Aufl. Hamburg: Feldhaus, 122-124.


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Arbeitsblatt zum Reflektieren eines Betriebspraktikums
Beurteilungsraster zum Erfassen überfachlicher Kompetenzen

Wie schreibe ich einen Praktikumsbericht?

Absolvieren Schüler:innen ein Betriebspraktikum, ist es ratsam, die gemachten Eindrücke als authentischen Schreibanlass zu nutzen. Hierbei ist es denkbar, Schüler:innen mehrere Tagesberichte und/oder einen Wochenbericht anfertigen zu lassen.
Je nach Lernstandsniveau der Schüler:innen kann es notwendig sein, die Textart des Praktikumsberichts vorab im Unterricht zu thematisieren. Da ein Praktikumsbericht in der Zeitform Imperfekt abgefasst werden muss, kann auf dieses Grammatik-Thema im Rahmen eines Integrativen Deutschunterrichts eingegangen werden.
Im Download-Bereich dieses Lernschritts stehen Materialien für Schüler:innen an Förder- und Hauptschulen zur Verfügung.

Wenn Vorschläge und Materialien für eine leistungsstärkere Lerngruppe benötigt werden, sind diese auf den Internetseiten der Karrierebibel zu finden.
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eine Erklärung der Textsorte Praktikumsbericht
ein Arbeitsblatt zu Praktikumsberichten, das verpflichtende Inhalte nennt und Redemittel anbietet
ein Blanco-Arbeitsblatt zum Anfertigen von Notizen während eines Betriebspraktikums