Lernpfade Ethik/Feste und Bräuche im Judentum

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Lernpfad

Feste und Bräuche im Judentum:

Die Schüler kennen einige der wichtigsten Feste und Bräuche im Judentum und können diese mit der Geschichte des Judentums und mit den zu ihnen passenden Symbolen verknüpfen.

  • Zeitbedarf: ca. 1 1/2 Doppelstunden à 90 Minuten
  • Material: Computer mit Internetzugang, Arbeitsblätter, Ethikhefter
  • Voraussetzungen: die Schüler sind mit dem Umgang mit ZUM-Wiki-Klassenseiten vertraut
  • Anmerkungen: für diesen Lernpfad wurde eine Beispielklassenseite erstellt






Der jüdische Kalender

Aufgabe
Lest den folgenden Text und bearbeitet die unten stehende Aufgabe 1. (Zeitvorgabe: 15 min.)

Wie ihr gleich sehen werdet, sieht der jüdische Kalender ganz anders aus als der Gregorianische (das ist unserer).

Das jüdische Jahr beginnt im 7. jüdischen Monat, dem Monat Tischri (im September/Oktober), und besteht aus insgesamt zwölf Monaten.

Nicht nur die Monate heißen anders und sind anders angeordnet, sondern auch die Jahreszahlen sind im jüdischen Kalender anders. Während wir uns z.B. gerade in etwa in der Mitte des Jahres 2009 befinden, neigt sich im Judentum das Jahr 5769 dem Ende zu. Woran kann das liegen?

Ihr habt euch sicher schon gedacht, dass der jüdische Kalender einfach von einem ganz anderen "Anfang" ausgeht, als der christlich geprägte Gregorianische Kalender. Dabei wird nicht die Geburt Christi als Ausgangspunkt gesehen, sondern der Zeitpunkt der Schöpfung der Welt, wie sie aus biblischen Chroniken errechnet wurde. Dieser liegt 3761 Jahre vor unserer Zeitrechnung.

Keine Angst, falls ihr euch das jetzt nicht alles merken konntet. Wichtig ist erst einmal nur, dass ihr wisst, dass der jüdische Kalender anders aufgebaut ist als unser und dass auch die Zeitrechnung anders funktioniert. Außerdem verschieben sich die Tage jedes Jahr ein bisschen, weil der Kalender auf die Sonne und den Mond ausgerichtet ist.


Aufgabe

Damit ihr den jüdischen Kalender noch ein bisschen besser kennenlernen könnt, ist es nun eure Aufgabe, den Jahreskreis auf dem Pdf20.gif Arbeitsblatt 1 mit den jüdischen Monaten zu ergänzen. Seid dabei sorgfältig und hebt das Arbeitsblatt gut auf, weil ihr es später noch einmal brauchen werdet.

Hier findet ihr eine Liste, die euch helfen wird: Jüdische Monate. Klickt auf den Link, während ihr die STRG-Taste gedrückt haltet. Weiter unten auf der Seite, die sich nun geöffnet hat, findet ihr unter der Überschrift "Monat" die Auflistung.


Die jüdischen Feste

Aufgaben

Jetzt, nachdem ihr euch einen Überblick über den jüdischen Kalender verschafft habt, werdet ihr euch mit einigen Festen, die es im Judentum gibt, befassen.


Aufgabe

Eure Klasse wird jetzt in sechs Kleingruppen eingeteilt. Jede Gruppe wird der Spezialist für ein jüdisches Fest und bekommt gleichzeitig eine Patengruppe, deren Arbeit sie überprüft, diskutiert und ergänzt.

Nachdem ihr erfahren habt, mit welchem jüdischen Fest ihr euch befassen werdet, lest ihr zunächst in Einzelarbeit den entsprechenden Text durch und schreibt euch die wichtigsten Informationen auf das Pdf20.gif Arbeitsblatt 2. Anschließend besprecht ihr die Ergebnisse in der Gruppe, einigt euch auf ein Ergebnis und stellt dieses auf unsere Klassenseite. Denkt daran, dass eure Steckbriefe euch und euren Klassenkameraden als Arbeitsgrundlage dienen.

Zeitliche Vorgaben:
  • Lesen der Texte und Ausfüllen der Arbeitsblätter in Einzelarbeit: 15 min.
  • Besprechen der Ergebnisse in der Gruppe und Veröffentlichung der Ergebnisse auf der Klassenseite: 25 min.


Rosch haSchanah

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Wie ihr schon wisst, ist der jüdische Kalender etwas anders aufgebaut als unser.

Ein Schofar-Horn
Ein Granatapfel

Das Fest Rosch haSchanah, das jedes Jahr an den ersten beiden Tagen des Monats Tischri stattfindet, leitet im Judentum das neue Jahr ein. Im Jahr 2009 fällt der 1. Tischri auf den 19. September.

Rosch haSchanah lässt sich also in etwa mit Neujahr vergleichen. Allerdings wird das Fest nicht mit Knallern und Raketen gefeiert, sondern die Menschen denken darüber nach, ob sie sich im vergangenen Jahr gut verhalten haben. Rosch haSchanah wird auch als „Tag des Gerichts“ bezeichnet, weil die Juden glauben, dass Gott an diesem Tag über ihre Taten urteilt.

Wenn man an Rosch haSchanah feststellt, dass man im letzten Jahr nicht immer gut gehandelt hat, nimmt man sich für das nächste Jahr vor, besser zu verhalten und zeigt an Rosch haSchanah Reue.

An Rosch haSchanah und bereits einen Monat vorher wird das Schofar-Horn geblasen. Der Klang dieses Widderhorns soll die Menschen daran erinnern, dass Gott schon über ihre Taten nachdenkt. Außerdem erinnert das Schofar-Horn and die Lehre der Tora und daran, wie Moses am Berg Sinai die 10 Gebote empfangen hat. Schließlich hat auch er das Schofar-Horn geblasen.

Auch wenn das Rosch haSchanah-Fest die Menschen zum Nachdenken bringen soll, heißt das nicht, dass die Menschen an Rosch haSchanah keinen Spaß und keine Freude haben können.

Familien feiern zusammen und wünschen sich viel Glück für das neue Jahr. Dabei essen sie viele süße Lebensmittel, damit das neue Jahr gut und süß wird. Gegessen werden dann zum Beispiel süßes Brot mit Honig und Rosinen (Challah), Apfelstücke mit Honig und Granatäpfel, damit die guten Tage der Menschen so zahlreich werden wie die Kerne des Granatapfels.

Jom Kippur

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Jom Kippur findet 10 Tage nach Rosch haSchanah (dem jüdischen Neujahrsfest), am zehnten Tag des Monats Tischri (2009 ist das der 18. September) statt.

In der Synagoge an Jom Kippur

Neben dem wöchentlichen Sabbat ist Jom Kippur der höchste Feiertag im Judentum.

Jom Kippur wird auch als “Versöhnungstag” bezeichnet und beendet die Zeit im Jahr, die dazu dient, dass die Menschen über ihre Taten nachdenken und Buße tun. Eingeleitet wird diese Phase des Nachdenkens durch das Neujahrsfest, Rosch haSchanah. Rosch haSchanah und Jom Kippur gehören also zusammen.

An Jom Kippur wird streng gefastet, das heißt, dass gläubige Juden weder essen noch trinken dürfen und viel Zeit in der Synagoge verbringen. Außerdem kleiden sich alle in schlichter, weißer Kleidung und besuchen den Gottesdienst in der Synagoge, die an Jom Kippur mit vielen Kerzen, weißen Vorhängen und Decken geschmückt ist. An Jom Kippur sollen sich die Menschen versöhnen und gute Taten vollbringen.

Am Vorabend des Jom Kippur versammeln sich die Menschen in der feierlich geschmückten Synagoge und hören sich ein Gebet an, das nur an diesem hohen Feiertag gesprochen wird, das Kol Nidrei. Zu diesem Zeitpunkt beginnt auch das Fasten, das erst am Abend des nächsten Tages wieder beendet wird.

Jom Kippur wird durch das Blasen des Schofar-Horns (das ist ein Widderhorn) beendet, durch das schon Rosch haSchanah eingeleitet wurde. Wenn das Fest beendet ist, gehen die Menschen nach Hause und nehmen nach dem Fasten wieder die erste Nahrung zu sich.

Jom Kippur ist ein ganz besonderes Fest, weil an diesem Tag alles ganz ruhig ist und keine Busse fahren und Kinos, Theater und Geschäfte geschlossen sind. Auch im Radio und Fernsehen läuft an diesem Tag kein Programm.

Sukkot

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Eine Sukka in Tel Aviv
Ein Sukkot-Strauß

Sukkot, das Laubhüttenfest, ist ein fröhliches Familienfest, das sieben Tage lang dauert und am 15. Tischri beginnt (das ist 2009 der 3. Oktober).

Das Laubhüttenfest soll an die entbehrungsreiche Wanderung des Volkes Israel durch die Wüsteng erinnern. Weil die Juden zu dieser Zeit keine richtigen, feste Häuser hatten, bauten sich die Familien eine Sukka, eine Laubhütte. Als Erinnerung bauen die Juden auch heute noch an Sukkot Laubhütten aus allen möglichen Materialien. Dabei wird aber immer darauf geachtet, dass das Dach nur aus Laub besteht und dass man durch dieses Dach immer ein Stück vom Sternenhimmel sieht.

In der Sukka versammeln sich abends zum Sukkotfest Familien und Freunde zum Feiern. Teilweise werden sogar Balkons in Laubhütten umgewandelt. Innen ist die Sukka fröhlich mit Girlanden und Lichtern geschmückt.

Außerdem wird an Sukkot das Ende der Erntezeit gefeiert und Pflanzen spielen eine wichtige Rolle. Zum Gottesdienst wird sogar ein gebundener Strauß aus Palmenzweigen, Myrte, Weiden und Etrog (eine Art Zitrone) mitgebracht.

Chanukka

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Eine Menorah

Das Chanukka-Fest findet jedes Jahr am 25. Kislew (2009 ist das der 25. Dezember) statt und dauert acht Tage lang.

Chanukka („Weihung“) geht weit in die Geschichte des Judentums zurück:

Im 2. Jahrhundert v. Chr. herrschten auf dem Gebiet des heutigen Israel griechische Herrscher, die wollten, dass alle Menschen den griechischen Glauben und die griechische Kultur annehmen. Das Judentum sollte also bekämpft werden und der jüdische Tempel wurde besetzt und verwüstet. In dem Tempel wurden jüdische Statuen entfernt und an ihrer Stelle wurden griechische platziert. Weil die Juden aber ihren Glauben und ihre Kultur behalten wollten, leistete eine kleine Gruppe Widerstand und schaffte es, den Tempel schließlich wieder zu befreien. Die griechischen Statuen wurden wieder entfernt und die Juden feierten die Wiedereinweihung des Tempels mit einem achttägigen Fest, an das das heutige Chanukka erinnert.

Ein Chanukkaleuchter

Aber warum dauert Chanukka ausgerechnet acht Tage lang? Auch dazu gibt es eine Geschichte, die an Chanukka erzählt wird: Nachdem die jüdische Gruppe den Tempel zurückerobert hatte, wollten sie Lichter zur Weihung des Tempels anzünden. Dazu sollte ein siebenarmiger Leuchter, die Menora, die sich im Tempel befand, angezündet werden. Allerdings wurde dazu Öl benötigt. Die Menschen durchsuchten den Tempel, fanden aber nur einen einzigen Krug Öl, der eigentlich nur dazu gereicht hätte, die Menorah einen Tag lang brennen zu lassen. Wie durch ein Wunder brannte der Leuchter mit dem Öl aber acht Tage lang, bis neues Öl beschafft werden konnte.

Daher dauert Chanukka acht Tage und der Chanukkaleuchter verfügt über acht Kerzen (viele Chanukkaleuchter haben aber eigentlich neun Kerzen. Die neunte Kerze in der Mitte dient dazu, die anderen Kerzen anzuzünden und wird nicht mitgezählt). An jedem der acht Tage wird feierlich eine der Kerzen angezündet, bis am letzten Tag alle acht Lichter brennen. Deswegen wird Chanukka auch als "Lichterfest" bezeichnet.

Für die Kinder ist Chanukka ein besonders schönes Fest, weil sie Süßigkeiten und Geschenke bekommen.

Das Passahfest/Pessach

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[Das Passahfest dauert sieben Tage lang und beginnt am 15. Tag des Monats Nissan (2009 ist das der 9. April). An diesem Fest erinnern sich die Juden an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten.

Ein gedeckter Seder-Tisch mit den dazugehörigen Speisen

Am wichtigsten sind beim Passahfest die ersten zwei Tage, an denen Seder-Mahlzeiten stattfinden. Das Wort „Seder“ bedeutet „Ordnung“ und weist darauf hin, dass bei diesen Mahlzeiten alles einer bestimmten Ordnung und Abfolge folgt. Jede Speise, die zur Seder-Mahlzeit gereicht wird, erinnert an ein bestimmtes Ereignis, das das Volk Israel beim Auszug aus Ägypten durchleben musste. Ungesäuertes Brot wird zum Beispiel gegessen, weil die Juden bei ihrem Auszug so hastig aufbrechen mussten, dass sie keinen Sauerteig mehr ansetzen konnten. Zu dem Brot wird bitterer Krautsalat gegessen, weil er die Menschen an die bittere und harte Zeit erinnert, die die Juden unter der Knechtschaft in Ägypten aushalten mussten. Während der Seder-Mahlzeit wird die Geschichte der Flucht der Juden aus der Haggada, dem Buch der jüdischen Erzählungen, vorgelesen.

Am Passahfest dürfen keine gesäuerten Speisen verzehrt werden und einige Familien haben sogar Besteck und Geschirr, das nur am Passahfest benutzt wird und nie mit gesäuerten Speisen in Kontakt gekommen ist. Außerdem muss vor dem Fest das ganze Haus geputzt werden, damit sich in ihm keine Reste gesäuerter Speisen mehr befinden.

Am Passahfest versuchen die Juden also, sich in die Situation ihrer Vorfahren hineinzuversetzen und gedenken ihrer auf diese Weise.

Schawuot

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Schawuot wird im Judentum am 6. Siwan (2009r ist das der 29. Mai), sieben Wochen nach dem Passahfest, gefeiert. Deswegen wird Schawuot auch als das „Wochenfest“ bezeichnet (das hebräische Wort „Schawuot“ bedeutet auch „Woche“).

Schawuot ist das jüdische Erntedankfest und wird gefeiert, weil das Getreide, das vor dem Passahfest ausgesäht wurde, nun reif ist und geerntet werden kann.

Eine Torarolle

Das Schawuotfest hat aber auch noch eine andere Bedeutung, die ebenfalls mit dem Passahfest verbunden ist:

Im Judentum wurde überliefert, dass Moses an Schawuot auf dem Berg Sinai die Zehn Gebote empfing. Nach dem Auszug aus Ägypten mussten die Juden lange durch die Wüste wandern, bis sie schließlich am Berg Sinai die Zehn Gebote, ihre Gesetzgebung, erhielten. Durch den Auszug aus Ägypten und den Empfang der Zehn Gebote wurde die jüdische Religion begründet. Um dies zu feiern, werden an Schawuot die Zehn Gebote verlesen.

Außerdem spielen auch einige Nahrungsmittel eine wichtige Rolle. An Schawuot werden traditionell viele Milchprodukte verspeist; so gibt es zum Beispiel zum Schawuotfest immer Käsekuchen. Die Milch wird dabei als Quelle des Lebens betrachtet und steht als Symbol für die Tora, die auf die Zehn Gebote zurückgeht und im Judentum ebenfalls als Quell des Lebens angesehen wird.

Zusammenfassung

Aufgabe


Nun ist die Patengruppe gefragt! Beschäftigt euch mit dem Thema der entsprechenden anderen Gruppe und kommentiert ihre Leistung in dem Diskussionsbereich. Versucht, Ergänzungen zu machen und (wenn nötig) Fehler zu verbessern. Haltet euch dabei an die besprochenen Regeln!

  • Lest den Text eurer Patengruppe in Einzelarbeit und macht euch Notizen. (15 min.)
  • Lest in eurer Gruppe den Steckbrief, den eure Patengruppe erstellt hat und vergleicht ihn mit euren Notizen. Besprecht, was an dem Steckbrief verändert, ergänzt oder korrigiert werden sollte und nehmt diese Änderungen vor. Verfasst im Diskussionsbereich einen Beitrag, in dem ihr eurer Patengruppe mitteilt, was ihr an ihrem Steckbrief gut oder nicht so gut findet. (15 min.)

  • Hausaufgabe: druckt euch in der Schule oder zu Hause die Steckbriefe zu den jüdischen Festen aus und heftet sie zusammen mit den Arbeitsblättern und euren Notizen in euren Ethikhefter! Lest euch die Steckbriefe aufmerksam durch!

Nächste Unterrichtsstunde:


Aufgabe
Ihr habt nun schon einen guten Überblick über die jüdischen Feste bekommen. Nehmt nun die Steckbriefe der Feste zur Hilfe und malt jedes der sechs Feste in den jüdischen Kalender Pdf20.gif (Arbeitsblatt 1) ein. Versucht auch, einige der Symbole zeichnen, die mit den Festen zusammenhängen.


Teste dein Wissen

Ihr habt in dieser und in der letzten Unterrichtsstunde bestimmt schon sehr viel über das Judentum gelernt!

Testet nun, was ihr schon alles über die jüdischen Feste wisst. und löst die Quizaufgaben. Macht euch Notizen, falls ihr etwas nicht lösen könnt und lest es im Steckbrief oder im Text zum Fest durch.

Der jüdische Kalender

Was weißt du schon über den jüdischen Kalender?


Klicke die richtige Antwort an!

1

Nach dem jüdischen Kalender befinden wir uns jetzt im Jahr...

1867
2009
5769
13476

2

Wie viele Monate hat das jüdische Jahr?

12
9
24
10

3

In welchem Monat beginnt das Jahr im Judentum?

Januar
Nissan
Kislew
Tischri

4

Was ist der Ausgangspunkt der jüdischen Zeitrechnung?

Die Geburt Jesu Christi
Die Schöpfung, wie sie aus biblischen Chroniken errechnet wurde
Die Übergabe der Zehn Gebote
Die Entstehung der Tora


Jüdische Feste und ihre Hintergründe

1

Warum wird an Rosch haSchana und Jom Kippur das Schofar-Horn geblasen?

Weil auf diese Weise an die Zehn Gebote erinnert werden soll (Moses hat beim Empfang der Zehn Gebote auch das Horn geblasen).
Weil der schöne Klang des Horns die freudigen Feste untermalen soll.
Weil nur auf diesem Horn das älteste jüdische Volkslied gespielt werden kann.

2

Warum werden an Sukkot Laubhütten gebaut?

Um zu zeigen, dass man auch in einer Laubhütte gut leben kann, wenn man bereit ist, sich einzuschränken.
Weil auch Moses sich auf dem Berg Sinai eine Laubhütte errichtet hat bevor er die Zehn Gebote empfing.
Damit die Familien enger zusammenrücken können.
Um an das Volk Israel zu erinnern, das sich bei der Wanderung durch die Wüste Laubhütten bauen musste.

3

Welches Fest wird als das "Lichterfest" bezeichnet?

Rosch haSchana
Chanukka
Sukkot
Sabbat

4

Welches Lebensmittel wird an Schawuot verspeist, weil es wie die Tora als Quelle allen Lebens bezeichnet wird?

Fleisch
Getreide
Äpfel
Milch

5

Welches jüdische Fest soll durch verschiedene Speisen an die Knechtschaft des Volkes Israel und den Auszug aus Ägypten erinnern?

Das Passahfest
Sukkot
Schawuot
Chanukka
Rosch haScha

6

Warum dauert Chanukka acht Tage lang?

Weil acht Männer es schafften, den besetzten jüdischen Tempel zurückzuerobern.
Weil die Menora, die im jüdischen Tempel stand, acht Kerzen hatte.
Weil die Menora, die angezündet wurde um den zurückeroberten Tempel zu weihen, wie durch ein Wunder mit sehr wenig Öl statt einem Tag acht Tage lang brannte (bis mehr Öl besorgt werden konnte).
Weil die Acht im Judentum eine heilige Zahl ist.

7

Welches Fest heißt auch "Versöhnungstag", beginnt 10 Tage nach Rosch haSchana und ist der höchste Feiertag im Judentum?

Chanukka
Schawuot
Jom Kippur
Sukkot

8

Was sollen die Menschen an Rosch haSchana tun?

Über ihr Verhalten im letzten Jahr nachdenken und Buße tun.
Das neue Jahr mit Raketen und Knallern begrüßen.
Viele Milchprodukte verzehren.
Das Haus putzen.


Bräuche und Symbole

Zuordnung
Ordne den Festen die richtigen Bräuche und Symbole zu.

Chanukka PikiWiki Israel 146 Hanukka חנוכה.Jpg
Rosch haSchanah Pomegranate.jpg
Passahfest Seder Plate.jpg
Sukkot Sukkah in Tel Aviv.jpg


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