Vom Wein zur Essigsäure

Aus ZUM-Unterrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wein oder Essig?

"Selbstgemachter Wein schmeckt nach Essig", "Wein sauer - noch trinken?", "Warum wird Wein sauer?" sind Fragen, die so oder ähnlich immer wieder gefragt werden. Besonders ärgerlich ist es, wenn man beispielsweise einen teuren alten Wein kauft und dann beim Öffnen feststellen muss, dass er überhaupt nicht mehr schmeckt.

Doch wie kommt es dazu, dass Wein sauer wird?

Ganz einfach: Wenn Luft bzw. Sauerstoff an den Wein kommt, können Essigsäurebakterien, die entweder schon im Wein enthalten sind oder ebenfalls aus der Luft kommen, den Alkohol enzymatisch zu Essigsäure umwandeln. Diesen Vorgang nennt man Essiggärung: Dabei reagiert Ethanol mit Sauerstoff zu Essigsäure und Wasser. Bei Essigsäure handelt es sich - wie der Name sagt - um eine Säure, der Wein wird also sauer. Auch der Geschmack von Essig kommt von der enthaltenen Essigsäure.

Ist der Wein also sauer geworden, kann man ihn in vielen Fällen noch als Essig verwenden. Tatsächlich gibt es Menschen, die aus Weinresten selbst Essig herstellen.


Aufgabe
  1. Schreibe die Reaktionsgleichung (Wortgleichung) für die Essiggärung auf.
  1. Vergleiche die alkoholische Gärung mit der Essiggärung.


Experiment

Herstellung von Essig

Schau dir die folgenden Materialien an und überlege dir, was du brauchst und tun musst, um erfolgreich Essig herzustellen.

Vorschläge möglicher Materialien für die Versuchsplanung
Lies dazu auch den Text über die Stoßtheorie. Beachte außerdem, was du im Einleitungstext über die Essiggärung erfahren hast.