Portfolio im Ethikunterricht

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Portfolio: zusammengesetzt aus den lateinischen Wörtern portare = tragen und folium = Blatt, bedeutet Portfolio „etwas, womit man Blätter transportieren kann“.

Portfolio eignen sich im Ethikunterricht zur selbständigen Erarbeitung eines Themengebietes.

Allgemein

Methode

In den folgenden Wochen soll eine Mappe entstehen, die einerseits deine Ergebnisse zusammenfasst, andererseits den Entstehungsweg dieser Ergebnisse und deine dabei erzielten Lernerfolge zeigt.

Gestaltung des Portfolios

  • Erstelle ein Deckblatt mit Thema, Namen, Datum der Abgabe
  • Gestalte deine Portfoliomappe! (farbiges Papier, Hefter, Leporello – deine Kreativität ist gefragt!)

Inhalt deines Portfolios:

  • Dein Thema lautet „Tierrechte und Tierschutz“. Erstelle eine Mindmap zum Thema. Wähle dann einen Zweig, den du in deinem Portfolio näher betrachten willst. Stelle dir 3-5 Fragen, die du in deinem Portfolio beantworten willst.
  • Verfasse eine Einleitung für dein Portfolio. Diese sollte deine Fragen enthalten sowie erste Gedanken zum Thema.
  • Erstelle eine Mappe mit mindestens fünf Werkstücken (zu jeder Frage 1-2). Sie sollen so ausgesucht und bearbeitet (markiert, gekürzt, visualisiert, zusammengefasst, usw.) werden, dass sie eine Antwort auf die Fragen ermöglichen.

Welcher Art die Werkstücke sind, ist dir überlassen. Möglich sind u.a. Gedichte, Collagen, Photogeschichten, Fabeln, Essays, Gedankenprotokolle, Tagebucheinträge, Lesetagebucheinträge, fiktive Lexikoneinträge, fiktive Interviews, Flugblätter, Mindmaps,

  • Der Schlussteil bildet den Abschluss des Portfolios. Darin beschreibst und reflektierst du die gesamte Arbeit: Hast du deine Fragen aus der Einleitung beantwortet? Welche Vorgehensweise war förderlich, welche nicht? Rückschläge gehören selbstverständlich dazu. Aus ihnen lernt man am meisten! Demzufolge sollten diese besondere Berücksichtigung in der Reflektion bilden!

Schritte des Lernwegs – auch das muss ins Portfolio!

  • Verfasse zu jedem Material einen Reflexionstext, in dem du dieses erklärst und die Gestaltung begründest.
  • Lass mindestens eins deiner Werkstücke, das du selbst erstellt hast (z.B. ein Text), von je einem Mitschüler/einer Mitschülerin sowie einem Erwachsenen (Eltern, Großeltern, etc.) lesen! Die Leser sollen einen kurzen Kommentar schreiben, der gute und noch nicht so gelungene Dinge deines Textes (und evtl. Verbesserungsvorschläge) nennt. Überarbeite anschließend deinen Text. Hefte die Kommentare und die Zwischenergebnisse deines Textes zeitlich sortiert in dein Portfolio.
  • dein Selbstbeobachtungsbogen (Muster: siehe Vorlage)

Bewertung

Ein Portfolio zeigt, wenn es gut geführt ist, den Lernfortschritt im Verlauf der Beschäftigung mit einem Thema. Dabei sind auch Rückschläge, Fehler und Misserfolge völlig normal. Wichtig ist, was du daraus lernst! Für die Bewertung werden folgende Punkte besonders berücksichtigt:

  • dein Portfolio insgesamt (Vollständigkeit, Inhaltsverzeichnis, Quellenangaben, Kreativität)
  • 3 Materialien (2 von dir ausgesucht, eins vom Lehrer)
  • deine Portfoliobilanz (Selbstbeobachtungsbogen und Schlussteil: deine Beobachtungen zum eigenen Lernweg und die Schlüsse, die du daraus ziehst)
  • wie gut du deine Arbeit organisierst (Abgabe rechtzeitig?)


Digitale Möglichkeiten

Siehe auch