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Mindmap mit KI

Aus ZUM-Unterrichten

The Power of Structure – Text rein, Mindmap raus

Die Grundidee

KI-Sprachmodelle können aus unstrukturiertem Text (z. B. einem Lexikonartikel) strukturierten Text erzeugen – etwa im Mermaid-Format. Dieser strukturierte Text ist die eigentliche „Brücke": Er lässt sich von jedem passenden Anzeige-Werkzeug in eine Mindmap, ein Diagramm oder eine Karte verwandeln. Der Clou: Die Struktur steckt im Text selbst, nicht in einem proprietären Dateiformat. Das macht den Workflow plattformunabhängig, offline nutzbar und DSGVO-konform – ein Stück digitale Souveränität für den Unterricht.

Werkzeug: die KI Werkstatt

https://medien-durchblick.de/kiwerkstatt

Die „KI Werkstatt Unterricht" (medien-durchblick.de/kiwerkstatt) bietet mehrere fertige Werkzeuge für den Unterricht, u. a. „Erklärbär", „Quizmaster" und „MindMap generieren".

In der KI Werkstatt (medien-durchblick.de/kiwerkstatt) stehen Lehrkräften vorformulierte Prompts für verschiedene Unterrichtszwecke zur Verfügung. Für den hier beschriebenen Workflow ist das Werkzeug „MindMap generieren" relevant.

Workflow: Text rein, Mindmap raus

Schritte 1–2 im Überblick: Webseiten-URL eingeben, Prompt in eine KI einfügen.
Schritte 3–5 im Überblick: Mermaid-Code aus der KI-Antwort kopieren, im MindMap Viewer einfügen, rendern.

Schritt 1: Webseiten-URL eingeben

Im Tool „MindMap generieren" wird die URL eines Klexikon-Artikels (oder einer anderen Webseite) eingegeben.

Im Feld „Webseiten-URL" trägt man die Adresse eines Klexikon-Artikels ein, z. B. https://klexikon.zum.de/wiki/Abfall.

Beispiel-Quelle: der Klexikon-Artikel „Fußball-Weltmeisterschaft".

Schritt 2: Prompt kopieren und in eine KI einfügen

Über den Button „Prompt kopieren" wird ein vorformulierter Prompt erzeugt. Dieser wird in eine KI eingefügt – im Schulkontext z. B. in AIS.chat, alternativ auch ChatGPT oder Claude.

Die Anleitung für die Lehrkraft erscheint direkt im Chat-Fenster von AIS.chat.

Schritt 3: Mermaid-Code aus der Antwort kopieren

Die KI antwortet mit strukturiertem Mermaid-Code, der mit dem Wort „mindmap" beginnt.

Aus dem Klexikon-Text erzeugt die KI strukturierten Mermaid-Code – hier am Beispiel „Abfall".

Schritt 4: Code in den MindMap Viewer einfügen

Der kopierte Code wird per Rechtsklick → „Einfügen" (oder Strg+V) in das Textfeld des MindMap Viewers übertragen.

Mermaid-Code per Rechtsklick in den MindMap Viewer einfügen.

Schritt 5: Rendern – fertig ist die Mindmap

Ein Klick auf „Rendern" – und aus dem Text ist eine fertige, interaktive Mindmap geworden.

Ergebnis: eine interaktive Mindmap am Beispiel „Fußball-WM".

Optional steht ein „Lernmodus" für eine interaktive Zuordnungsübung zur Verfügung. Außerdem lässt sich das Ergebnis als SVG, PNG oder interaktive HTML-Übung herunterladen.

Und das Gleiche mit Karten: der GeoJSON-Prompt

Nach demselben Prinzip funktioniert auch der GeoJSON-Prompt aus der KI Werkstatt: Statt einer Mindmap entsteht hier aus strukturiertem Text eine interaktive Karte. Text rein – Karte raus. Fertiges Beispiel: https://medien-durchblick.de/kiwerkstatt/bsp/karte-10-groesste-staedte-bawue.html

Button-Lösung oder Markup-Sprache?

Eine naheliegende Idee ist, den gesamten Ablauf hinter einem einzigen Button zu verstecken – Klick, und fertig ist die Mindmap. Das funktioniert für einzelne, klar definierte Anwendungsfälle gut.

Der eigentliche Kern von „The Power of Structure" liegt aber woanders: Der Workflow funktioniert bewusst über eine offene Markup-Sprache (Mermaid) als Zwischenschritt – nicht über eine geschlossene Ein-Klick-Lösung. Dadurch bleibt der Prozess transparent, nachvollziehbar und überall einsetzbar, wo eine KI Text ausgeben und ein Viewer Mermaid-Code lesen kann. Schülerinnen und Schüler sehen die Struktur, bevor sie zum Bild wird – das ist didaktisch wertvoller als eine Black Box hinter einem Button.

Fazit

Strukturierter Text ist der gemeinsame Nenner zwischen KI-Output und visuellen Lernwerkzeugen. Wer diese Brücke einmal verstanden hat, kann sie für Mindmaps, Karten und vermutlich noch viele weitere Darstellungsformen nutzen – offline, DSGVO-konform und ohne Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter.