Führer

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Der Begriff Führer wird im Deutschen hauptsächlich für Adolf Hitler als uneingeschränkten Parteiführer der NSDAP und ab 1933 als Diktator des Deutschen Reichs in der Zeit des Nationalsozialismus verwendet.

Etymologie (Wortherkunft)

In der Antike selbstverständlich war die Bezeichnung eines Herrschers als „politischer Führer“, im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, häufig unter Verwendung des lateinischen Wortes dux (lat. „Führer“) als dem jeweiligen Herrschernamen nachgestellter Ehrentitel, beispielsweise Robert, dux Francorum, also „Robert, Führer der Franken“. Eine der vormodernen Gesellschaft gerecht werdende Übersetzung ist das deutsche Wort Fürst („der Erste“, entsprechend lat. princeps). Außerdem wurden die Oberbefehlshaber von Armeen als Heerführer (lat. dux belli „Kriegsherr“, mhd. hervüerer) bezeichnet, was dem deutschen Herzog aus ahd. herizogo „der vor dem Heer zieht“ entspricht.

Führerprinzip

In Ablehnung der Demokratie, in der Entscheidungen vom Volk getroffen wwrden und ihre Repäsentanten gewählt und ins Parlament gesandt werden, wurde das Führerprinzip als politisches Konzept und Propagandaformel im deutschen Nationalsozialismus propagiert. Demnach sollte Adolf Hitler nicht nur militärisch, sondern analog auch in allen politischen und rechtlichen Gebieten ohne Kontrollinstanzen die oberste Befehlsgewalt haben.

Weblinks

Siehe auch