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H5P mit Screenreader
Aus ZUM-Unterrichten
Interaktive H5P-Apps mit einem Screenreader nutzen - Tests
- Von den zahlreichen H5P-Apps sind zumindest einige der textbasierten Inhaltstypen mit den Standard-Tastaturkommandos zur Navigation auf Web-Seiten mit einem Screenreader bedienbar (siehe ZUM_mit_Screenreader).
- Einige dieser Apps wurden mit verschiedenen Screenreadern getestet. Dabei stellten sich punktuell Einschränkungen hinsichtlich der Usability heraus.
- In manchen Fällen können diese von den Anwendern durch "Bedien-Tricks" umschifft werden.
- Die Autoren interaktiver H5P-Übungen können manchmal auch bei Erstellung der Apps über die Einstellungen im H5P-Erstellformular zur Verbesserung die Usability erhöhen.
- Es gibt allerdings auch einige Barrieren, die nur von den Entwicklern der Apps behoben werden können.
- Detaillierte Hinweise findet man auf den folgenden Unterseiten zu verschiedenen H5p-Inhaltstypen.
Mit Screenreadern getestete H5P Inhaltstypen
- Drag the Words (H5P) mit Screenreader
- Single Choice (H5P) mit Screenreader
- Sort the Paragraphs (H5P) mit Screenreader
- Fill in the Blanks (H5P) mit Screenreader
- Multiple Choice (H5P) mit Screenreader
- Mark the Words (H5P) mit Screenreader
Zusammenfassung der Testergebnisse
- Die getesteten H5P-Inhaltstypen sind weitgehend barrierefrei mit einem Screenreader bedienbar.
- Mathematische und chemische Formeln werden in H5P mithilfe von MathJax gerendert. Damit dies auch bei der auditiven Ausgabe funktioniert, muss im MathJax-Menü (Kontexttaste bei fokussiertem Mathematik-Ausdruck) den Menüpunkt Accessibility > Assistive MathML eingeschaltet werden.
- Die Beschriftungen einiger interaktiver Objekte können von den Autoren interaktiver H5P-Übungen bei der Erstellung der Apps in den Bearbeitungsformularen frei festlegt werden. Diese Beschriftungen werden von Screenreadern automatisch vorgelesen. Dies entspricht zwar grundsätzlich den Anforderungen der Accessibility, ist aber in einzelnen Fällen bezüglich der Usability verbesserungsfähig.
- Manche Beschriftungen werden z.B. unnötigerweise nicht nur einmal, sondern mehrfach wiederholt vorgelesen, was sich als ausgesprochen lästig erweisen kann.
- Die Beschriftungsfelder sind im Bearbeitungs-Formular grundsätzlich als Pflichtfelder ausgewiesen, die mit einem Textinhalt gefüllt werden müssen. In manchen Fällen kann es aber durchaus sinnvoll sein, wenn gar keine Beschriftung vorgelesen wird, weil es an dieser Stelle einfach nicht notwendig ist und eher stört. Die Beschriftungs-Textfelder sollten im Formular daher zwar einen Default-Wert erhalten, der aber vom Autor auch gelöscht werden kann.
- In einigen Apps gibt es auch Objekte, deren Beschriftung nicht geändert werden kann, obwohl dies manchmal wünschenswert wäre.
- Fazit
- Auch wenn (noch) nicht alle H5P-Inhaltstypen mit Screenreadern zugänglich sind und bei den zugänglichen Apps noch Verbesserungen möglich sind, kann doch grundsätzlich festgestellt werden: Wenn man sich auf geeignete Inhaltstypen beschränkt, können auch Lernende, die mit assistiven Technologien arbeiten, von den positiven Lern-Effekten profitieren, die allgemein durch den Einsatz interaktiver H5P-Übungen erzielt werden können.
Test-Konfiguration
Die Screeenreader-Hinweise zu den einzelnen H5P-Inhaltstypen basieren auf Tests, bei denen folgende Softwarekomponenten verwendet wurden:
- Betriebssystem Microsoft Windows 11
- Browser: Google Chrome
- Internetplattform: ZUM-Wikis unterrichten.zum.de und apps.zum.de, Stand Frühjahr 2026
- Screenreader: NVDA 2026.1.1 , JAWS 2026 , MS Narrator
- Hinweis
- Screenreader verfügen über zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, die das Verhalten beim Navigieren und Interagieren mit Web-Seiten beeinflussen können. Die Tests wurden jeweils mit einer Standardkonfiguration durchgeführt. Es ist daher möglich, dass die Änderung einzelner Screenreader-Einstellungen auch zu anderen Testergebnissen führen kann.
Autor: Ulrich Kalina (Benutzer:Ukalina)
