Migration/Flucht: Unterschied zwischen den Versionen

Aus ZUM-Unterrichten
(→‎Fluchtthemen als üblicher Unterrichtsgegenstand: Flucht im 20. Jahrhundert. Ungarische Flüchtlinge nach der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes von 1956)
Zeile 25: Zeile 25:
* {{wpde|Vertreibung#Vertreibungen_in_der_Antike|Vertreibungen in der Antike}}
* {{wpde|Vertreibung#Vertreibungen_in_der_Antike|Vertreibungen in der Antike}}
* {{wpde|Vertreibung#Vertreibungen im Mittelalter|Vertreibungen im Mittelalter}}
* {{wpde|Vertreibung#Vertreibungen im Mittelalter|Vertreibungen im Mittelalter}}
* Vertreibung der Juden und deren Aufnahme in Polen und im Osmanischen Reich (Mittelalter/16. Jahrhundert)
* {{wpde|Vertreibung#Vertreibungen in der Neuzeit (bis Anfang 20. Jahrhundert)|Vertreibungen bis 1900}}
* {{wpde|Vertreibung#Vertreibungen in der Neuzeit (bis Anfang 20. Jahrhundert)|Vertreibungen bis 1900}}


=== Fluchtthemen als üblicher Unterrichtsgegenstand ===
=== Flucht im 20. Jahrhundert (noch im Aufbau)===
* Vertreibung der Juden und deren Aufnahme in Polen und im Osmanischen Reich (Mittelalter/16. Jahrhundert),
* “Umsiedlung” nach dem 1. Weltkrieg (z.B. Türkei/Griechenland oder Oberschlesien)
* “Umsiedlung” nach dem 1. Weltkrieg (z.B. Türkei/Griechenland oder Oberschlesien)
 
==== Flucht und Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten zum Ende des Zweiten Weltkriegs ====
=== Flucht im 20. Jahrhundert ===
==== Ungarische Flüchtlinge nach der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes von 1956 ====
Nach dem {{wpde|Ungarischer_Volksaufstand|ungarischen Volksaufstand}} von 1956 flohen etwa 180 000 Ungarn nach Österreich.
{{Zitat|Ich war im Alter von 27 Jahren auch ein politischer Flüchtling, einer von den 180.432 Ungarn, die von Oktober 1956 bis März 1957 in Österreich ohne Rücksicht auf Herkunft und Vergangenheit mit offenen Armen aufgenommen wurden. [...] Dass ein Land nach sieben Jahren "Anschluss" und Krieg, nach zehn Jahren Besatzung und so kurz nach dem Abzug der letzten fremden Soldaten, aber noch ohne eine eigene Armee die ungarischen Flüchtlinge derart natürlich, unerschrocken und großzügig aufgenommen hat, bleibt für eine ganze Generation ausschlaggebend und hat nicht wenig zum Selbstverständnis der Zweiten Republik beigetragen.|Paul Lendvai: [http://www.zeit.de/2016/01/oesterreich-ungarn-aufstand-1956-fluechtlinge-erich-lessing/komplettansicht Seid willkommen!] ZEIT online 3.1.16}}
 
=== Historische Beispiele von Flucht, Vertreibung und Integration (Deutschland)===
==== Flucht und Vertreibung zum Ende des Zweiten Weltkriegs ====
* {{wpde|Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Ostgebieten zum Ende des Zweiten Weltkriegs}}
* {{wpde|Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Ostgebieten zum Ende des Zweiten Weltkriegs}}
==== Flucht und Integration von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg ====
==== Flucht und Integration von deutschen Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg ====
* [http://frblog.de/flucht-wk2/ FR-Projekt: Ankunft nach Flucht — Berichte aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg]
* [http://frblog.de/flucht-wk2/ FR-Projekt: Ankunft nach Flucht — Berichte aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg]
==== Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR ====
==== Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR ====
* {{wpde|Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR}}
* {{wpde|Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR}}
==== Ungarische Flüchtlinge nach der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes von 1956 ====
Nach dem {{wpde|Ungarischer_Volksaufstand|ungarischen Volksaufstand}} von 1956 flohen etwa 180 000 Ungarn nach Österreich.
{{Zitat|Ich war im Alter von 27 Jahren auch ein politischer Flüchtling, einer von den 180.432 Ungarn, die von Oktober 1956 bis März 1957 in Österreich ohne Rücksicht auf Herkunft und Vergangenheit mit offenen Armen aufgenommen wurden. [...] Dass ein Land nach sieben Jahren "Anschluss" und Krieg, nach zehn Jahren Besatzung und so kurz nach dem Abzug der letzten fremden Soldaten, aber noch ohne eine eigene Armee die ungarischen Flüchtlinge derart natürlich, unerschrocken und großzügig aufgenommen hat, bleibt für eine ganze Generation ausschlaggebend und hat nicht wenig zum Selbstverständnis der Zweiten Republik beigetragen.|Paul Lendvai: [http://www.zeit.de/2016/01/oesterreich-ungarn-aufstand-1956-fluechtlinge-erich-lessing/komplettansicht Seid willkommen!] ZEIT online 3.1.16}}


== Anmerkungen ==
== Anmerkungen ==

Version vom 3. Januar 2016, 22:21 Uhr

Vorlage:Diese Seite

Diese Seite, der sich aufgrund der Ausweitung des Artikels Flüchtlinge als notwendig erwiesen hat, befindet sich erst im Aufbau und behandelt vorerst nur wenige Aspekte, die zur Einordnung der Flüchtlingskrise in Europa 2015 wichtig erscheinen.

Unter Flucht wird hier für die Behandlung im Unterricht allein die Massenflucht von Menschen aus bedrohten Räumen, insbesondere vor politischer Verfolgung verstanden. Zum Thema Flucht im allgemeinsten Sinne informiert der Artikel FluchtWikipedia-logo.png der Wikipedia.

Genauere Definition von Massenflucht

Unter Massenflucht ist die Flucht "aus einem Kriegs- oder Katastrophengebiet oder aus Furcht vor Massakern, Terroranschlägen oder politischer Verfolgung oder aufgrund unüberwindbarer Armut" (sieh MassenfluchtWikipedia-logo.png) zu verstehen. Massenflucht kann nicht genau von VertreibungWikipedia-logo.png abgegrenzt werden. Dennoch hat es Sinn, das Phänomen Flucht gesondert zu betrachten. Zum einen ist Migration eine so vielfältige Erscheinung, dass es wichtig erscheint, den gesonderten Fall, dass eine äußerste Notlage Flucht[1] erzwingt, getrennt von anderen zu behandeln. Andererseits ist es wichtig, den speziellen Fall der Vertreibung von dem allgemeineren Phänomen Flucht abzugrenzen. Vertreibung geht immer von menschlichen Tätern aus, während Flucht davon durch ein Element der Entscheidung des Fliehenden abgegrenzt ist, selbst wenn wie bei Naturkatastrophen oder Klimaveränderungen ein elementarer Zwang vorliegt. Ein Sonderphänomen ist die Flucht aus von Menschen unerträglich gestalteten Verhältnissen - wie Flucht vor einem Terrorregime bei wie Völkermord (z.B. Holocaust), Sklaverei und totalitären Systemen (z.B. Nationalsozialismus, Sowjetunion), wobei der, von dem der Zwang ausgeht, die Flucht nicht verursachen, sondern verhindern will, um das von ihm gewünschte Ziel, Vernichtung oder Instrumentalisierung zu seinem Zweck, erreichen zu können.

Dieser Unterschied erklärt auch, weshalb aus großem historischen Abstand meist nur Vertreibungen als Ursache von Massenfluchten erkannt werden können, während spätestens vom 20. Jahrhundert ab Flucht vor Terror, Krieg und Naturkatastrophen weit deutlicher als Fluchtursachen erkennbar sind. Hinzu kommt, dass die Flucht aus Verhältnissen der Unfreiheit wie Sklaverei und Leibeigenschaft/Hörigkeit meist als Unternehmen von Einzelnen oder Kleingruppen bewerkstelligt wurde, die - auch wenn sie massenhaft auftrat - aus großem historischen Abstand nicht genau auszumachen sind.

Zum Thema Flucht in der Geschichte

Das Thema scheint noch sehr unzureichend erschlossen zu sein. Überblickshafte Darstellungen zu einem größeren Zeitraum finden sich meist nur in großer Kürze in älteren Publikationen.

Schon in der vorchristlichen Bronze- und Eisenzeit gab es zwischen verschiedenen Stämmen Auseinandersetzungen um Jagdreviere, Siedlungsorte und Frauen als Fortpflanzungspartner. Die Überlebenden des unterlegenen Stammes mussten danach ihre Heimat verlassen und sich an anderer Stelle niederlassen. Auch in der Bibel spielen Unterdrückung und Flucht eine tragende Rolle. So wird Moses von Gott auserkoren, das Volk Israel von seinem Sklavendasein in Ägypten zu befreien und führt sein Volk ins gelobte Land nach Kanaan. Viele Historiker vertreten die Ansicht, dass der Auszug aus Ägypten im Alten Testament auf wahren historischen Begebenheiten im 13. Jahrhundert vor Christus beruht.
Planet Wissen.de

Vertreibung und Flucht vor dem 20. Jahrhundert

Flucht im 20. Jahrhundert (noch im Aufbau)

  • “Umsiedlung” nach dem 1. Weltkrieg (z.B. Türkei/Griechenland oder Oberschlesien)

Flucht und Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten zum Ende des Zweiten Weltkriegs

Flucht und Integration von deutschen Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg

Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR

Ungarische Flüchtlinge nach der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes von 1956

Nach dem ungarischen VolksaufstandWikipedia-logo.png von 1956 flohen etwa 180 000 Ungarn nach Österreich.

Ich war im Alter von 27 Jahren auch ein politischer Flüchtling, einer von den 180.432 Ungarn, die von Oktober 1956 bis März 1957 in Österreich ohne Rücksicht auf Herkunft und Vergangenheit mit offenen Armen aufgenommen wurden. [...] Dass ein Land nach sieben Jahren "Anschluss" und Krieg, nach zehn Jahren Besatzung und so kurz nach dem Abzug der letzten fremden Soldaten, aber noch ohne eine eigene Armee die ungarischen Flüchtlinge derart natürlich, unerschrocken und großzügig aufgenommen hat, bleibt für eine ganze Generation ausschlaggebend und hat nicht wenig zum Selbstverständnis der Zweiten Republik beigetragen.
Paul Lendvai: Seid willkommen! ZEIT online 3.1.16

Anmerkungen

  1. Eine klare Abgrenzung dieser Art von Flucht von Emigration nimmt Bertolt Brecht in seinem Gedicht "Über die Bezeichnung Emigranten" (1937) vor.

Siehe auch

Linkliste