Kriegsende 1945

Aus ZUM-Unterrichten

Mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches endete am 8. Mai 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa. Allerdings wurde Aachen bereits im Oktober 1944, Nürnberg pünktlich zum 20. April 1945 erobert, sodass der genaue Termin von Stadt zu Stadt verschieden ist. Der 27. Januar 1945 als Tag der Befreiung des KZ Auschwitz wurde Grundlage für den Holocaust-Gedenktag.

Zusammenbruch - Befreiung - „Stunde Null“

Genauso verschieden wurde das Kriegsende von der deutschen Bevölkerung empfunden. Die NS-Propaganda hatte für den Fall der Niederlage den Untergang nicht nur des Staates, sondern des gesamten Volkes beschworen.

Zusammenbruch

Für viele unter dem Nationalsozialismus sozialisierte Deutsche schien ein Leben nach dem verlorenem Weltkrieg sinnlos. Die Niderlage der Deutschen wurde als Zusammenbruch nicht nur der Armee, sondern der gesamten Gesellschaft gesehen.

"Wenn der Krieg verloren geht, wird auch das deutsche Volk verloren sein. Es ist nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das deutsche Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen. Im Gegenteil, es ist besser, selbst diese Dinge zu zerstören. Denn das Volk hat sich als das schwächere erwiesen, und dem stärkeren Ostvolk gehört ausschließlich die Zukunft. Was nach diesem Kampf übrigbleibt, sind ohnehin nur die Minderwertigen, denn die Guten sind gefallen."
Hitler am 19.03.1945 zu Albert Speer

Ähnlich wie Goebbels, der mit seiner Frau seine Kinder in einem erweiterten Selbstmord vergiftete, kam es besonders im Osten Deutschlands, der sich von der anrückenden roten Armee bedroht sah, zu Massenselbstmorden.


Befreiung

„Stunde Null“

Für die Deutschen hörte eventuell die Zeit auf weiterzulaufen, zu einer „Stunde Null“ als Beginn einer neuen Zeitrechnung und Epoche wurde das Kriegsende aber erst aus der Rückschau, in der das Kriegsende zur Grundlage von Währungsreform und Wirtschaftswunder (v)erklärt wurde.

Das Kriegsende in einzelnen Regionen und Orten

Was passierte vor Ort?

Unterrichtsidee

70 Jahre und mehr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind die Ereignisse von damals für die jetzt lebenden Menschen in der Regel sehr weit entfernt. Um diese Distanz zu überbrücken, kann es sich lohnen, einen Blick darauf zu werfen, was vor Ort, im eigenen Wohnort, in der eigenen Region passierte. Denn so werden die damaligen Zustände und Ereignisse greifbarer, zumal dann häufig anhand kleinerer Gegegebenheiten erkennbar wird, was das Kriegsende und das, was kurz davor und kurz danach passierte, tatsächlich für die Menschen damals bedeutete.

Empfehlenswert kann also eine Recherche mit den Suchbegriffnamen "Kriegsende" und dem Namen des jeweiligen Ortes sein. Häufig wird dies aber nicht ganz so ergiebig sein wie eine gleichartige Suche im Online-Archiv einer passenden Lokalzeitung.

Vieles wird sich an unterschiedlichen Orten ähnlich abgespielt haben. Deshalb lohnt vielleicht ein "Blick über die Schulter". - Dennoch sollten für einzelne Orte hier Unterseiten angelegt werden, um so auf dieser Seite den Überblick zu behalten und dem jeweiligen Ort ausreichend Raum für sich zu geben.


Beispiel: Sprockhövel

Weblinks

"Wie in einem Brennglas bündelt sich in der Jahreszahl 1945 die Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Tod und Vernichtung, Flucht und Vertreibung, Kriegsende und Neuanfang, Orientierungslosigkeit und Aufbaupläne, Erinnerung und Aufarbeitung – dies sind nur einige der Themenfelder, die an das symbolisch hoch aufgeladene Datum anschließen. International markiert das Jahr 1945 den Beginn einer institutionalisierten Völkergemeinschaft ebenso wie den Übergang vom Zweiten Weltkrieg zum Kalten Krieg.
Die vorliegende Übersicht kann nur einige Akzente setzen, um den Einstieg zu erleichtern. Viele der hier gelisteten Ressourcen halten auch Informationen zu den anderen Kategorien bereit."

Siehe auch