Präsentieren/Handout und Thesenpapier

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Ein Handout oder Thesenpapier ergänzt häufig den mündlichen Vortrag eines Referats bzw. einer Präsentation.

Es dient der Unterstützung der Zuhörenden …

  • als

Indirekt unterstützt es auch die Selbstkontrolle, ob der Inhalt gut gegliedert ist.

das „normale“ Handout

Ein „normales“ Handout fasst Informationen des Referats als Stichpunkte zusammen, um den Zuhörenden das Mitschreiben zu ersparen.

Sinn und Zweck eines Handouts

Ein Handout kann grundsätzlich in zwei Formen eingesetzt werden:

  • Das Handout wird vor dem Referat verteilt.
    Die Zuhörenden können während des Vortrags einige Informationen mitlesen und sich zudem Notizen zum Vortrag auf das Handout oder einem weiteren Blatt machen.
    Eine Gefahr besteht darin, dass die Zuhörenden durch das Handout vom Vortrag abgelenkt werden.
  • Das Handout wird nach dem Referat verteilt
    Dies ermöglicht, Informationen zum Referat nachzulesen.
    Der direkte Bezug zwischen Vortrag und Handout ist nicht mehr gegeben.

Kriterien für ein gutes Handout

  1. Der vorgegebene Umfang (in der Regel maximal eine DIN A4-Seite) wird eingehalten.
  2. Das Blatt ist angemessen gestaltet und gut lesbar. - Ein klare, gut lesbare Schrift (in der Regel die Schriftart Arial oder Times New Roman) ist unbedingt zu bevorzugen. Denn verspielte, schörkelige Schriften mögen zwar in gewisser Weise schön wirken, sie erschweren aber sehr häufig das schnelle Erfassen des Textes.
  3. Der Text ist fehlerfrei, klar und eindeutig formuliert. - Rechtschreibkontrollen sollten genutzt und die Schreibweise (und Aussprache!) unbekannter Wörter und Namen sollte unbedingt überprüft werden.
  4. Die aufgeführten Informationen sind sachlich richtig und in einem sinnvollen Zusammenhang dargestellt.
  5. Das Handout enthält (möglichst) ein visuelles Element (Foto, Landkarte, Zeichnung ...), das provokativ bzw. informativ und gleichzeitig einprägsam sein sollte.
  6. Das Handout bringt, wenn dies angemessen (oder gefordert) ist, ein kurzes Zitat aus einer Quelle oder der Sekundärliteratur.
  7. Das Handout kann auch Folgendes enthalten:
    1. eine weiterführende Aufgabenstellung für den nachfolgenden Unterricht
    2. Thesen oder Fragen, die Ausgangspunkt für eine nachfolgende Diskussion sein können

Das Thesenpapier

Im Unterschied zum Handout geht ein Thesenpapier über die reine Inhaltszusammenfassung hinaus und beurteilt die zentralen Fragen.

Dabei stellt es Thesen auf, die als Grundlage für eine weiterführende Diskussion dienen können.


Was ist eine These?

Eine These ist eine zur Diskussion gestellte Behauptung. Sie ist möglichst kurz und prägnant formuliert und ist zu unterscheiden von Aussagen über Tatsachen, die keiner weiteren Begründung bedürfen. Die Richtigkeit einer These ist nicht von vornherein offensichtlich, sondern wird in einer anschließenden Diskussion (bspw. in einem Prüfungsgespräch) durch Argumentation und/oder Belege begründet.

Eine These ist somit eine diskussionsfähige Behauptung. Daher sind Thesen besonders dann sinnvoll, wenn sie kontroverse, argumentativ strittige oder besonders komplexe Themen betreffen.[1]

Aufbau des Thesenpapiers

Auch ein Thesenpapier sollte nicht mehr als zwei Seiten umfassen. In einer Kopfzeile sollten formale Angaben wie Name des Verfassers, E-Mail-Adresse, Matrikelnummer, Veranstaltungstitel, das abzuschließende Modul, der/die Prüfende/n, und das Datum vermerkt werden.

Vor der Auflistung der Thesen werden das Thema und die Fragestellung genannt. Die anschließenden Thesen sollten aus wenigen, sehr präzise formulierten Zeilen bestehen (drei bis fünf Zeilen reichen meistens aus) und durchnummeriert werden. Am Ende kann ein Schlusskommentar eingefügt werden, der die Position der Verfasser_in und/oder ein Fazit aus den Thesen enthält.

Weblinks

  • Leitfaden zur Erstellung eines Thesenpapiers(uni-hildesheim.de)