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Weihnachtswissen/Warum ist Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf?

Aus ZUM-Unterrichten
Wichtel werden auch bei uns immer beliebter. Sie kommen aus Skandinavien und gehen auf einen alten Aberglauben zurück. Mit dem Christentum haben sie nichts zu tun. Trotzdem gehören sie in Schweden und Norwegen schon immer zu Weihnachten. Aberglaube und christlicher Glaube wurden früher unkompliziert miteinander verbunden.

Warum wurde Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf?

  • Das Unterrichtsmaterial gibt es in zwei Versionen: für Jahrgang 5/6 und für Jhg. 9/10.
  • Autorin: Sabine Häcker
  • Unterrichtzeit: jeweils 45 min.

Ob man Weihnachten mag oder nicht, ob man es feiert oder nicht: Man entkommt ihm nicht. Weihnachten spielt eine große Rolle in unserer Kultur. In fast jedem Supermarkt gibt es ab September Weihnachtskekse und im Dezember non-stop Weihnachtsmusik und Weihnachtsdekoration. Für die meisten Menschen in unserer Gesellschaft ist Weihnachten das größte Fest im Jahr. Dass Weihnachten so ein großes Fest geworden ist, liegt nicht an der Religion. Aus theologischer (= religiöser) Sicht sind Ostern und Pfingsten nämlich viel wichtigere Feiertage für das Christentum. Aber warum ist Weihnachten so ein großes kulturelles Event?

Vorweg: Hintergrundinformationen zur Entstehung von religiösen Festen im Christentum allgemein

  • Bevor euer Lehrer euch den Text zur Frage der Stunde vorliest, sollte er euch folgendes erzählen und erklären:
Die Wichtel - so die Erzählung in Schweden - helfen den Menschen bei der Arbeit. Aber sie können auch Schabernack treiben!

Es gibt mehrere Gründe, warum Weihnachten in unserer Kultur solch eine große Bedeutung bekommen hat. Bevor wir darauf zu sprechen kommen, ist folgendes wichtig zu wissen: Als das Christentum entstand, hat man neue christliche Feiertage meistens mit bereits bestehenden Festen verbunden. Das war praktisch, denn so konnte man an die schon bestehende Kultur anknüpfen. Deshalb haben viele christliche Feiertage oft mehrere Schichten: Neben der christlichen Schicht gibt es andere Schichten, die mit der Jahreszeit oder vorchristlichen Bräuchen und Aberglauben zu tun haben. Im Laufe der Zeit wurden sie vermischt oder umgedeutet. Zu Ostern zum Beispiel wurde das christliche Gedenken an den Tod und die Auferstehung Jesu mit bereits bestehenden Frühlingsbräuchen und dem Frühlingsfest verbunden. Der Name Ostern (engl.: Easter) hat keinen biblischen oder kirchlichen Ursprung, sondern leitete sich aus dem altgermanischen Austró ab. Das bedeutete "Morgenröte". Der Namensbezug zur Himmelsrichtung ist klar: Die Sonne, die im Frühling wieder alles leben lässt, geht im Osten auf – und daher kommt der Name Ostern. Im Englischen ist es genauso. Und der Name ist viel älter als das Christentum. Und auch der Osterhase hat auch nichts mit dem Christentum zu tun, er ist ein sehr altes Symbol für den Frühling. Eine Häsin kann viele Junge bekommen, deshalb stand sie für das neu erwachende Leben im Frühling und für Fruchtbarkeit. (Mehr Informationen zu Ostern gibt es in diesem Unterrichtsmaterial: Osterwissen – ZUM-Unterrichten)

An bereits bestehende Traditionen anzuknüpfen, war aber nicht nur im Christentum üblich. Auch bei der Entstehung des Islam wurden alte Traditionen weitergeführt. Schon bevor der Prophet Mohammed geboren wurde, sind die arabischen Stämme zur Kaaba in Mekka gereist und habe dort gebetet. (Mehr Informationen dazu finden sich in diesem Unterrichtsmaterial: Islam: Entstehung – ZUM-Unterrichten) An jahreszeitliche Bräuche wurde jedoch im Islam nicht angeknüpft, weil die Jahreszeiten in Arabien nicht so eine wichtige Rolle spielen wie in unseren Breitengraden. Außerdem berechnen sich die islamischen Feste nach dem Mondkalender und sind deshalb jedes Jahr an einem anderen Datum. (Das Mondjahr ist 11 Tage kürzer als das Sonnenjahr.) Auch das ist ein Grund, warum sie nichts mit den Jahreszeiten zu tun haben.

  • Ihr könnt diese Informationen mit diesem Quiz wiederholen und besprechen:


für Jahrgang 5/6

Vorlesetext: Warum Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf wurde

Warum wurde Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf?

Die Christenheit feiert seit vielen Jahrhunderten am 25. Dezember die Geburt Jesu und das ist einer der Gründe, warum Weihnachten in unserer so Kultur wichtig wurde. Es erklärt aber nicht, warum Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf wurde. Aus religiöser Sicht sind Ostern und Pfingsten nämlich viel wichtigere Feiertage als Weihnachten. Der Grund liegt also nicht in der Religion.

Um zu verstehen, warum Weihnachten solch eine große Rolle in unserer Kultur einnimmt, müssen wir weit zurückgehen. Ich erzähle euch, wie es früher (viele hundert Jahre lang, bis ins 18. Jahrhundert) zu Weihnachten war. Das Geschenkefest im Wohnzimmer, welches für uns heute die hauptsächliche Weihnachtsfeier ist, gab es damals noch nicht – das entstand nämlich erst um 1800!

Schon immer haben die Menschen im Winter gefeiert. Denn das Bauernjahr war nun beendet: Im Frühjahr hatte man gesät, im Sommer geerntet und im Herbst die Ernte verarbeitet. Nun war Winter und man konnte sich ausruhen.

Der Winter brachte aber auch viele Ängste mit sich. Denn selbst wenn die Ernte gut gewesen war, hieß das noch lange nicht, dass man damit gut über den Winter kam: Die Nüsse auf dem Dachboden konnten von Ratten gefressen werden. Die getrockneten Bohnen konnten schimmelig werden. Oder die Möhren, die in der Erde vergraben waren, konnten von Wühlmäusen aufgefressen werden. Man hatte keine Behälter aus Plastik oder Metall, in denn man sie lagern konnte, sondern nur Holzkisten und Säcke.

Alle Tiere, die man nicht zur Zucht brauchte, wurden Anfang Dezember geschlachtet, weil es draußen kein Futter mehr für sie gab. Das Fleisch wurde gepökelt und geräuchert und konnte bis zum nächsten Frühjahr haltbar gemacht werden. Es wurde in den Rauchfang über der Ofenstelle gehängt, dort war es sicher vor Mäusen, Ratten und Schimmel.

Die Menschen hatten nicht nur Angst, dass die Vorräte vielleicht nicht reichen würden. Sie hatten auch Angst vor der Kälte und dass sie vielleicht krank werden würden. Und sie hatten Angst vor der Dunkelheit, weil in der Dunkelheit vielleicht Gespenster lauern könnten. Denn damals war es wirklich dunkel! Wenn man nach draußen auf die Toilette gehen wollte (ein Plumpsklo war immer einige Meter vom Haus entfernt), musste man durch die Dunkelheit gehen und dabei konnte einem plötzlich die Katze um die Beine streichen, Ratten über den Weg laufen oder Fledermäuse entgegenfliegen.

Im Dezember wurde es jeden Tag etwas dunkler. Irgendwann war die längste Nacht, danach wurde es nach und nach wieder etwas heller. Die Menschen wussten, dass es jedes Jahr so war, aber sie wussten nicht, warum. Und sie hatten Angst, dass es vielleicht einmal nicht so sein würde, dass der Frühling nicht wiederkehren würde. Überhaupt hatten die Menschen früher viel Angst vor bösen Geistern, Hexen und Gespenstern.

Die längste Nacht nennt man übrigens Wintersonnenwende. Wenn die vorüber war und die Menschen merkten, dass die Tage wieder etwas länger wurden, waren sie sehr froh und erleichtert.

Die Menschen haben in dieser Zeit früher viele gemeinschaftliche Rituale gehabt, um böse Geister zu verscheuchen. Zum Beispiel hatten die Menschen Angst, dass die Hexen die Kühe melken könnten und dann keine Milch mehr da wäre, deswegen wurden drei Kreuze an die Stalltür gemalt. Und es wurden die Ställe ausgeräuchert. Dabei wurden ein Rauchfass geschwenkt und Gebete aufgesagt. Es war wichtig, dass jeder diese Gebete auswendig konnte. Deshalb gab es Traditionen, zum Beispiel zu Nikolaus, wo diese Gebete abgefragt wurden. Wer sein Gebet konnte, bekam Äpfel und Nüsse als Belohnung. Aberglaube und christlicher Glaube vermischten sich.

Bei Ritualen wie dem Ausräuchern traf man sich, trank auch gern Alkohol - und es war auch eine Gelegenheit zum Feiern. Man zog auch mit Masken durch die Straßen und machte mit Töpfen oder Schellen Krach, um böse Geister abzuwehren. Das machte Spaß. Man klopfte bei den Nachbarn an und bekam etwas zu essen oder einen Schnaps. Arbeiten konnte man in dieser Zeit sowieso nicht viel, weil es so viele Stunden lang dunkel war. Man konnte nur auf hellere Tage warten, sich ausruhen oder zusammen feiern.

Am Vorabend des 25. Dezember wurde auch die Geburt Jesu gefeiert. Dazu ging man in die Kirche und verband das mit einem Besuch im Wirtshaus. Außerdem begann an diesem Tag das neue Jahr, auch das war ein Anlass zum Feiern. Im Mittelalter begann das neue Jahr nämlich nicht am 1. Januar, sondern am 25. Dezember. Es wurde im Mittelalter also am Heiligabend sowohl die Geburt Jesu als auch Silvester gefeiert, und zwar in der Zeit von 813 bis 1690. Natürlich gab es auch ein gutes Essen an diesem Tag. (Seit 1691 ist der 1. Januar der Jahresanfang.)

Wir kommen nun zu der Zeit um 1800: Es war eine neue Gesellschaftsschicht entstanden, das Bürgertum. Das Bürgertum lebte in schönen Häusern in der Stadt. Und auch dort war die dunkle Mittwinterzeit eine sehr ruhige Zeit. Das Bürgertum war sehr gebildet. Die Menschen dachten wissenschaftlich und glaubten nicht mehr an böse Geister und Gespenster. Deshalb wollten sie nicht durch die Straßen ziehen und Krach machen. Und so entstand die Idee, zu Weihnachten ein ganz eigenes Fest zu feiern - ganz privat, von der Außenwelt abgeschlossen.

In den Wohnzimmern des Bürgertums entstand auch die Idee, Kerzen auf einen Tannenbaum zu stecken. Das sah sehr schön aus und mit so vielen Kerzen war das Zimmer fast taghell. Auch hatte man verstanden, dass Kindheit eine besondere Phase im Leben ist und dass Kinder Spielzeug brauchten – deshalb sollten bei diesem Fest Kinder im Mittelpunkt stehen und Spielzeug geschenkt bekommen. Und so entstand das Familienfest mit dem Weihnachtsbaum und den Geschenken. Und dieses Fest wurde nach und nach im ganzen Land beliebt - und ist bis heute beliebt.

Dass es von Anfang so ein großes Fest mit so viel Vorbereitung war, lag daran, dass es schon seit hunderten von Jahren in dieser Zeit so gewesen war: Wenn alles vorbereitet war, wurde ausgiebig gefeiert.
Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein zog man in der dunklen Jahreszeit durch die Straßen. Einerseits ging es darum, mit Krach böse Geister zu vertreiben und andererseits ging es um gemeinsames Feiern. (Abbildung von 1892)

Gründe für das Fest zur Mittwinterzeit

Sammelt gemeinsam an der Tafel: Welche unterschiedlichen Aspekte führten dazu, dass Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf wurde?

Lückentext zum Vorlesetext


Gemeinsame Quizerstellung

  • Erstellt zu der Frage "Warum ist Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf?" gemeinsam einen Quiz "Millionenspiel" (so wie oben) auf https://learningapps.org/. Ihr müsst dazu sechs Fragen und Antworten finden. Mit dem Quiz könnt ihr das Weihnachtswissen von anderen Lehrer/innen oder euren Eltern testen!

Zusatz: Maskenläufe heute

Alte Traditionen werden wiederbelebt: Maskenläufe

  • Im bayerischen Ort Kirchseeon wurden der alte Maskenlauf, mit dem man früher böse Geister vertreiben wollte, wiederbelebt. Hier findest du Informationen und Bilder: https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchseeoner_Perchtenlauf und https://www.perchten-kirchseeon.de/ .
  • Hättest du gern solch eine Tradition in deinem Wohnort? Würde es dir Spaß machen, daran teilzunehmen? Begründe!
  • Erkläre, was der Unterschied zwischen diesen Maskenläufen heute und den Maskenläufen früher im Mittelalter ist.

für Jahrgang 9/10

Lesetext

Mit der Frage Warum ist Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf? beginnt das Buch von Sabine Häcker. Das Kapitel ist als Leseprobe einsehbar.

  • Lies dir das Kapitel durch! Du findest es hier: https://shop.tredition.com/booktitle/Wem_geh%3frt_Weihnachten/W-926-650-183
  • Der Winterabend (1872) - Die dunklen Tage im Winter waren seit jeher eine Zeit, in der die Arbeit ruhte und die Familie zusammensaß. (Diese Familie sitzt übrigens bei einer Funzel, die Talg verbrennt. Talg ist Fett von Wiederkäuern und diese Leuchten rußten stark, rochen ranzig und gaben wenig Licht - aber waren günstiger als Kerzen.)
    Besprich das Gelesene mit deiner Tischgruppe oder im Plenum: Was hast du nicht verstanden? Was war neu für dich? Was möchtest du dazu sagen?

Mindmap

  • Stelle die Informationen aus der Leseprobe als Mindmap oder Conceptmap dar. Schreibe die Frage Warum ist Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf? in die Mitte deines Blattes und die stelle die verschiedenen Aspekte so dar, dass die Zusammenhänge erkennbar werden.
  • Besprecht eure Ergebnisse.

Gemeinsame Quizerstellung

  • Erstellt zu der Frage "Warum ist Weihnachten das größte Fest im Jahreslauf?" gemeinsam einen Quiz auf https://learningapps.org/. (Mit dem Quiz könnt ihr das Weihnachtswissen von anderen Lehrer/innen oder euren Eltern testen!)

Zusatz: als elektr. Licht die Winterdunkelheit beendete

Elektrisches Licht beendete die Winterdunkelheit

Hinweise für Lehrer/innen

Die Zeit zwischen den beiden Feiertagen Weihnachten und Heilige Drei Könige beträgt zwölf Nächte. Die heidnischen Raunächte aus vorchristlicher Zeit in der dunklen Zeit um die Wintersonnenwende wurden im Laufe der Jahrhunderte identisch mit der Weihnachtszeit, wie die Zeit zwischen den Feiertagen genannt wurde. So konnten altüberlieferte mittwinterliche Raunachtbräuche mit dem Christfest verbunden werden. Außerdem lag noch der Jahreswechsel mit seinem Aberglauben und Brauchtum auf dem Christfest. Bei der Mainzer Synode im Jahr 813 hatte die Kirche den Jahresanfang auf den 25. Dezember gelegt. Über 800 Jahre lang wurde in weiten Teilen des deutschsprachigen Raumes der 25. Dezember sowohl die Geburt Jesu als auch gleichzeitig der Jahresanfang gefeiert. Böse Zungen behaupten, dass die Kirche damit dem Christfest, das bis dahin in der Bevölkerung wenig Beachtung gefunden hatte, zu mehr Bedeutung verhelfen wollte. (Auf den 1. Januar als einheitlichen Jahresanfang einigte man sich im Jahr 1691.) Die Zeit der dunklen Nächte war eine sehr spezielle Zeit. Heute noch nennen wir diese Zeit zwischen den Jahren. Ursprünglich war damit die Lücke zwischen dem Mondjahr und dem Sonnenjahr gemeint, in der das Tor zum Geisterreich in besonderer Weise offen stehen sollte. Es hieß, dass es Unglück bringe, wenn in dieser Zeit gearbeitet werde. Auf dieses Arbeitsverbot gehen übrigens auch die Schulferien in dieser Zeit zurück, sie waren keine kirchliche Regelung. Es hieß, dass es Unglück bringe, wenn in dieser Zeit gearbeitet werde. Manch einer kennt noch das Verbot, Wäsche zwischen den Jahren zu waschen, das ebenfalls auf diesen Aberglauben zurückgeht. Wer gern genauer wissen möchte, wie Weihnachten vor der Epoche der Aufklärung gefeiert wurde, kann in meinem Buch (s. u.) oder auch in diesem Material für die Oberstufe nachlesen: Benutzer:Sabine Häcker/Weihnachtswissen/EpocheAufklärung/Weihnachten um 1700 Aberglauben Einkehrbräuche Umzugsbräuche

Die Aufklärung hat Weihnachten völlig verändert, weil Aberglauben überwunden wurde und das häusliche Geschenkefest entstand, dass den Zeitgeist der Aufklärung spiegelte: Die neuen Konzepte von Kindheit, Liebesehe und bürgerlicher Familie wurden umgesetzt, außerdem wollte man die Macht der Kirchen reduzieren und war für religiöse Toleranz - auch das spiegelt sich in der privaten Weihnachtsfeier, die unabhängig von der Institution Kirche stattfand und privat gefeiert wurde. Auch diese Entwicklung kann in einem Material für die Oberstufe nachgelesen werden: Benutzer:Sabine Häcker/Weihnachtswissen/EpocheAufklärung/FriedrichSchleiermacher1806/Geschenke und Besinnlichkeit: Weihnachten feiert die Ideale der Aufklärung.

Der letzte Tag im Jahr hieß im Mittelalter noch nicht Silvester. Ich verwende den Begriff trotzdem, weil die Kinder sich so besser vorstellen können, was gemeint ist.

In Süddeutschland und Österreich wurden mit den Perchten- oder Krampusläufen die Traditionen der Umzugsbräuche in den letzten 20 Jahren folkloristisch wieder aufgegriffen:

Wir benutzten die Begriff Weihnachten und Christfest häufig bedeutungsgleich, aber um Weihnachten als kulturelles Phänomen zu verstehen, muss man wissen, dass Weihnachten ein Oberbegriff ist und Christfest ein Unterbegriff davon.

Der Nikolaus, der am Vorabend des 6.12. kam und die Kinder abfragte (bis ins 19. Jahrhundert fragte er Gebete ab, dann wurden es Gedichte) belohnte natürlich nicht nur mit Äpfeln und Nüssen, sondern hatte auch eine Rute dabei. Das ist aber ein anderes Thema und wurde deswegen hier ausgespart.

Elektrisches Licht gibt es in Berlin seit den 1880er Jahren, auf dem deutschen Land teilweise erst in den 1940er Jahren.

Literatur


Hinweis zum Anliegen der geschlechtergerechten Sprache: Es wird die generische Variante in ihrer genderneutralen Definition verwendet. Das grammatikalische Geschlecht von Sprache ist dabei keinesfalls mit dem biologischen oder sozialen Geschlecht von Menschen gleichzusetzen!