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Benutzerin:Sabine Häcker/Weihnachtswissen/Traditionen/Woher kommt der Nikolaus?

Aus ZUM-Unterrichten
Text: Bevor das Christkind kommt ins Haus, bringt oft der heilg'e Nikolaus den braven Kindern manches Gute, den bösen aber - eine Rute. (Abb. von 1887)

Woher kommt der Nikolaus? (für Jhg. 7/8)

Autorin: Sabine Häcker

Am 6. Dezember ist Nikolaustag. Am Abend vorher stellen die Kinder ihre Schuhe (oder Teller) auf die Fensterbank (oder vor die Tür). Mit etwas Glück kommt in der Nacht der Nikolaus vorbei und legt ihnen etwas Leckeres hinein.

Die ursprüngliche Nikolaustradition hat mit der Kirche nichts zu tun - und ist einfach eine Tradition für alle Kinder! (Foto: in einem Supermarkt 2025)

Diese Nikolaustradition wird in dem Lied Lasst uns froh und munter sein beschrieben. Kennt ihr es?

1. Lasst uns froh und munter sein und uns recht von Herzen freun!

Lustig, lustig, traleralera! Bald ist Nikolausabend da, bald ist Nikolausabend da!

2. Bald ist unsere Schule aus, dann ziehn wir vergnügt nach Haus.

3. Dann stell’ ich den Teller auf, Nik’laus legt gewiß was drauf.

4. Wenn ich schlaf’, dann träume ich, jetzt bringt Nik’laus was für mich.

5. Wenn ich aufgestanden bin, lauf’ ich schnell zum Teller hin.

6. Nik’laus ist ein guter Mann, dem man nicht genug danken kann.

Manchmal trifft man den Nikolaus auch persönlich, zum Beispiel wenn er bei einer Veranstaltung auftritt oder wenn er bei einer Familie vorbeikommt.

Die Nikolaustradition in einem Kinderbuch von 1885

Früher, bis weit ins 20. Jahrhundert, war es üblich, dass der Nikolaus zu den Kindern nach Hause kommt. Er hat dann überprüft, ob die Kinder brav waren und ein Gedicht oder ihr Gebet aufsagen konnten - er war sozusagen ein Erziehungshelfer. Wenn die Kinder alles aufsagen konnten, haben sie Äpfel und Nüsse zur Belohnung bekommen. Wenn sie ihren Text nicht konnten und auch sonst nicht artig waren, bekamen sie statt den Leckereien eine Rute. (Eine Rute ist biegsamer Zweig von einem Baum, z. B. einem Weidenbaum.) Und noch früher, im 19. Jahrhundert, bekamen die unartigen Kinder manchmal auch Schläge mit dieser Rute. Der Nikolaus war früher bei Eltern eine beliebte Gestalt, um zu drohen: "Wenn du nicht ... machst, dann kriegst du vom Nikolaus die Rute!"

  • Die Wörter artig / unartig wurden kursiv geschrieben, weil wir sie heute nicht mehr benutzen. Warum? Welches Konzept von Erziehung steckt hinter diesem Begriff? Erläutert!

TEIL 1: Die Nikolaustradition und ihre Entstehung

Um die Herkunft dieser Tradition zu erforschen, müssen wir zwei Spuren verfolgen:

  1. Woher kommt die Idee eines Erziehungshelfers?
  2. Warum wurde der Erziehungshelfer Nikolaus genannt?
  • Lest die folgenden Texte und fasst den Inhalt dann in einem Quiz oder einer Aufgabe zusammen!

Woher kommt die Idee eines Erziehungshelfers?

Im Mittelalter setze man alle möglichen Gestalten als Kinderschreck und Erziehungshelfer ein. Es gab zum Beispiel den Kinderfresser, die Butzenbercht oder den Butzemann. Man machte den Kindern mit diesen Gestalten Angst und hoffte, dass sie dann besser gehorchen. Denn im Mittelalter war Gehorsamkeit das wichtigste Erziehungsziel. Und auch die Heiligen wurden als Erziehungshelfer zweckentfremdet, nicht nur der Hl. Nikolaus, sondern ebenso der Hl. Martin am 11. November oder die Hl. Lucia am 13. Dezember.

Die Eltern drohten ihren Kindern, dass der Kinderfresser sie in den Sack stecken und fressen würde, wenn sie nicht gehorsam wären. (Abb. von 1750)

Von diesen Drohgestalten und Traditionen ist heute nur noch die am Nikolaustag bekannt.

Warum wurde der Erziehungshelfer Nikolaus genannt?

Früher wurden Heilige sehr verehrt und ihre Gedenktage spielten eine große Rolle. Einer von ihnen ist der Nikolaustag am 6. Dezember. Der Nikolaus geht zurück auf eine Legende. Im 4. Jahrhundert soll in einer Stadt namens Myra (damals griechisch, heute türkisch) ein Bischof gelebt haben, der viele gute Taten und Wunder vollbracht haben soll. In der Legenda aurea, das ist eine Sammlung von Heiligenbeschreibungen aus dem 13. Jahrhundert, die für die katholische Kirche bis heute maßgeblich ist, wird zum Beispiel folgendes genannt: Das Baby Nikolaus konnte schon am ersten Tag seines Lebens aufrecht stehen. Als ein sehr armer Mann seine drei Töchter in die Prostitution zwingen wollte, warf Nikolaus heimlich drei Klumpen Gold über seinen Zaun, um die jungen Frauen zu retten. Während einer Hungersnot vermehrte der eine Ladung Getreide so sehr, dass sie für zwei Jahre reichte. Als ein Vater um seinen Sohn trauerte, erweckte Nikolaus den toten Jungen wieder zum Leben. Und ein anderer Junge, der entführt und in die Sklaverei verkauft wurde, wurde am Nikolaustag von einem Sturm erfasst und durch die Luft zu seinen Eltern getragen. (Alle Beispiele stammen aus der Legenda aurea.)

Im Mittelalter wurden dem Nikolaus viele Wunder zugeschrieben und er wurde als Heiliger verehrt.

In Wirklichkeit weiß man aber fast gar nichts über den historischen Nikolaus. Wahrscheinlich wurden bei den Geschichten über sein Leben sogar zwei verschiedenen Bischöfe miteinander vermischt, die beide Nikolaus hießen. Einer lebte im 4. in Myra und der andere im 6. Jahrhundert in Pinora. Sicher weiß man nur, dass im Jahr 1087 n. Chr. die angeblichen Gebeine eines Nikolaus aus seinem mutmaßlichen Grab geraubt und nach Italien geschmuggelt wurden. Diese Reliquien (= Überreste von Heiligen) des Nikolaus wurden dann in Italien sehr verehrt. So wurde der Nikolaus auch in Europa bekannt und zu einem Volksheiligen. Volksheiliger bedeutet, dass er nicht formal von der Kirche heilig gesprochen wurde, sondern nur vom Volk als Heiliger verehrt wurde.

▶ Zusammenfassung des geschichtlichen Hintergrunds der Tradition:

  • Die Drohgestalt, die Kinder belohnte oder strafte geht auf mittelalterliche Erziehungsideen zurück.
  • Der Name dieser Gestalt geht auf zwei Bischöfe namens Nikolaus im 4. und 6. Jahrhundert zurück, über die man fast nichts weiß - noch nicht einmal ihr Sterbejahr ist bekannt. Sie verschmolzen in den Erzählungen zu einer Person, dem Nikolaus von Myra. Ihm wurden Wunder zugeschrieben, die den Heiligen Nikolaus schufen.

Die Nikolaustradition heute und ihr Hintergrund

Heute kommt der Nikolaus nur aus einem Grund: Um Kindern eine Freude zu machen. Er ist ein gutmütiger Kinderfreund. Im 20. Jahrhundert wurde die Tradition einer drohenden Erziehungsgestalt aufgegeben. Der Name Nikolaus und der Tag blieben.

Der Nikolaus tritt dabei in verschiedenen Versionen auf:

  • Meist kommt er heimlich in der Nacht, steckt leckere Sachen in die Kinderschuhe und bleibt unsichtbar.
  • Manchmal wird der Nikolaus als katholischer Bischof gekleidet, erkennbar an der Bischofsmütze. Das soll historisch wirken. Es gab zu der Zeit, als die beiden Bischöfe namens Nikolaus gelebt haben, allerdings noch keine solche Bischofmütze und auch noch keine katholische Konfession. (Erst im 16. Jahrhundert spaltete sich die Kirche in die Konfessionen katholisch und evangelisch.) Den Nikolaus als katholischen Bischof zu kleiden, ist ein Brauch in manchen katholischen Regionen.
  • Oft ist der heutige Nikolaus in rot-weiß gekleidet. Diese Farben stammen von dem US-amerikanischen Weihnachtsmann, dem Santa Claus. Dessen typische Kleidung war Anfang des 20. Jahrhunderts die rot-weiße Kluft mit dem breiten Ledergürtel und den Stiefeln geworden. Und als in den 1970er und 1980er Jahren immer mehr Eltern keinen bösen Nikolaus mit einer Rute mehr wollten, wurde das Outfit des Santa Claus' für den Nikolaus übernommen. Santa Claus war nämlich ohne Rute unterwegs und viel kinderfreundlicher als die Gestalt, die damals in Deutschland am 6. Dezember noch mit der Rute drohte. Durch Filme und Werbung war die kinderliebe US-Version in rot-weiß auch in Deutschland bekannt geworden und so veränderte sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Nikolaustradition.
In Österreich und manchen Regionen in Bayern kam der Nikolaus früher zusammen mit dem Krampus. Hier sieht man die beiden beim Verkleiden. (Titelbild einer Zeitschrift 1897)

Quiz

  • Was hast du über die Geschichte der Nikolaustradition erfahren? Erstelle eine Mindmap.
  • Erstelle einen Quiz oder eine Aufgabe auf https://learningapps.org/ für deine Mitschülerinnen und Mitschüler oder deine Familie!
  • Stellt euch eure Quizaufgaben gegenseitig vor!

TEIL 2: Eine Tradition wird als Werbeaktion genutzt

Text: Warum trägt der Nikolaus mal eine rote Mütze und mal eine katholische Bischofsmütze?

Der Nikolaus wird manchmal in rot-weiß, wie der Weihnachtsmann, und manchmal als katholischer Bischof dargestellt - erkennbar an der Mitra, der katholischen Bischofsmütze.

Es gab zu der Zeit, als die beiden Bischöfe namens Nikolaus gelebt haben, allerdings noch keine Bischofmütze und auch noch keine katholische Konfession. Entsprechend wurde der Nikolaus im Mittelalter noch nicht bischöflich gekleidet.

Das Bonifatiuswerk stellt das neue Logo für die katholische Werbeaktion vor (2018). Quelle: https://www.bonifatiuswerk.de/de/news/migriert/buehne-frei-fuer-das-neue-logo-der-weihnachtsmannfreien-zone/

Die Idee, den Nikolaus als katholischen, heiligen Bischof zu kleiden und damit zu einem Repräsentanten der katholischen Kirche zu machen, ist eine Werbestrategie der katholischen Kirche in Deutschland. Sie verfolgt diese Strategie schon seit vielen Jahrzehnten und seit 2002 sehr offensiv. 2002 begann das katholische Bonifatiuswerk in Paderborn mit einer groß angelegten und gut finanzierten Werbestrategie namens "Weihnachtsmannfreie Zone" den Weihnachtsmann abzuwerten (weil er eine weltliche Figur ist). Die katholische Aktion "Weihnachtsmannfreie Zone" vermittelt, dass der Nikolaus ein "echt gutes Vorbild" ist und dass echte Christen sich deshalb für den Nikolaus - und dabei wird betont, dass er ein Heiliger ist - entscheiden sollten. Da die evangelischen Gläubigen nicht an Heilige glauben, ist die Entscheidung für den heiligen Nikolaus also auch eine Entscheidung für die katholische Religion. Damit werden Kinder, die nicht katholisch sind, von dieser Tradition ausgeschlossen. Früher jedoch, im 20. Jahrhundert und zuvor, war der Nikolaus eine Tradition für alle Kinder.

Interessant dabei ist außerdem, dass der Papst 1969 den Nikolaus als Heiligen zurückgestuft hat - weil man so gut wie nichts über einen Bischof namens Nikolaus aus Myra weiß. Deshalb und weil die Wundererzählungen nicht belegt (= bewiesen) sind, entspricht der Nikolaus nicht den Kriterien der katholische Kirche, um als Heiliger zu gelten. Die katholische Kirche in Rom hat deshalb 1969 den 6. Dezember als allgemein gebotenen Gedenktag aus dem katholischen Kirchenkalender gestrichen. Für die katholische Kirche in Deutschland war das jedoch ein Problem, denn in Deutschland war der Nikolaus eine beliebte Tradition und der Nikolaus sollte als katholische Werbefigur aufgebaut werden. Als Lösung dachte man sich dann einen neuen Feiertagtyp aus, nämlich den nicht gebotenen Gedenktag. In dieser Kategorie wird der Nikolaustag nun im katholischen Kirchenkalender geduldet (vgl. M. Becker-Huberti: Heiliger Nikolaus. 2018, S. 74). Das heißt, obwohl der Papst den Nikolaus als Heiligen zurückgestuft hat, ist es der katholischen Kirche in Deutschland wichtig, den Nikolaus weiterhin als Heiligen zu bezeichnen - denn nur so kann die katholische Kirche ihn für sich allein beanspruchen.

Interviewauszug als PDF: Wer war der Hl. Nikolaus und woher kommen die Bräuche? DOMRADIO 05.12.2023 https://www.domradio.de/artikel/wer-war-der-heilige-nikolaus-und-woher-kommen-die-braeuche

Die päpstliche Zurückstufung kann man in diesem Interview mit dem katholischen Heiligenexperten Manfred Becker-Huberti nachlesen (DOMRADIO.DE am 05.12.2023): https://www.domradio.de/artikel/wer-war-der-heilige-nikolaus-und-woher-kommen-die-braeuche. (Rechts findet sich ein Auszug des Interviews als PDF.)

Aufgabe: Informationen über den Hl. Nikolaus

  • Trage alle Informationen, die du über den Heiligen namens Nikolaus in diesen Texten erfahren hast, zusammen und schreibe sie chronologisch (= in zeitliche Reihenfolge) geordnet untereinander.

Diskussion

  • Welcher Nikolaus ist dir bekannt?
    • der mit der katholischen Bischofsmütze und Bischofsmantel
    • der mit der rot-weißen Kleidung
    • der Unbekannte, der nachts heimlich vorbei kommt
    • keiner
  • Zur Einordnung: Lebst du in einer Region, die traditionell eher evangelisch oder katholisch geprägt ist? (Besprecht das mit eurer Lehrerin.)
  • Das Bonifatiuswerk erklärt, dass der Nikolaus auch heute noch ein "echtes und gutes Vorbild" sein kann. Ist es dafür notwendig, ihn als Mitglied einer bestimmten Kirche zu inszenieren?
  • Warum inszeniert die katholische Kirche in Deutschland den Nikolaus als Heiligen und als katholischen Bischof?
  • Diskutiert mit eurer Lehrerin über die Werbestrategie der katholischen Kirche: Was haltet ihr davon? Warum?
Das katholische Bonifatiuswerk preist den Nikolaus als (katholischen) Heiligen und macht den Weihnachtsmann schlecht. Historisch gesehen sind die Aussagen zu beiden Gestalten nicht korrekt! Aber um Korrektheit geht es hier nicht, es geht um Werbung für die eigene Konfession: Der Nikolaus soll eine Tradition exklusiv für katholischen Christen sein. Quelle: https://www.bonifatiuswerk.de/de/aktionen/weihnachtsmannfreie-zone/hintergrund-weihnachtsmannfreie-zone/

Hinweise für Lehrer/innen

Die Heiligenverehrung gibt es in der katholischen Kirche und in den orthodoxen Kirchen. Die Protestanten lehnen die Heilgenverehrung ab, weil sie meinen, dass nur Gott verehrt werden darf. Die Legenda aurea aus dem 13. Jhd. ist die Grundlage für die Heiligenverehrung in der katholischen Kirche.

Das Christentum hatte früher, in seinen ersten 1000 Jahren, zwei Zentren: Die Westkirche sprach Latein und hatte ihr Zentrum in Rom, die Ostkirche sprach Griechisch und hatte ihr Zentrum in Konstantinopel. Im 13. Jahrhundert kam es zur Spaltung der Ost- und der Westkirche. Aus der früheren Ostkirche gingen die orthodoxen Kirchen hervor (etwas vereinfachend zusammengefasst). Der Nikolaus lebte im Gebiet der Ostkirche und wird bis heute auch in den orthodoxen Kirchen sehr verehrt. Die Westkirche mit dem Papst in Rom spaltete sich im 16. Jahrhundert, als Martin Luther die Reformation anstieß. Seitdem gibt es die Katholiken und die Protestanten, wie die evangelischen Gläubigen genannt wurden.

Zu den Unterschieden zwischen evangelisch und katholisch gibt es diese kleine digitale Aufgabe, die evtl. ein paar Fragen klären kann: https://learningapps.org/watch?v=ph2mw2y0k25.

Wie die Tradition des US-amerikanischen Santa Claus entstand, erklärt dieses Unterrichtsmaterial: Weihnachtswissen/Tradition/USA/SantaClaus – ZUM-Unterrichten (von Sabine Häcker).

Der Weihnachtsmann ist keine Figur des Kommerz', wie das Bonifatiuswerk behauptet, sondern wurde Ende des 18. Jahrhunderts im Zuge des häuslichen Geschenkefestes als eine weltliche Gabenbringerfigur erfunden. Er war eine progressive Gestalt, der weder mit den damals weit verbreiteten Aberglauben noch mit der Institution Kirche etwas zu tun hatte - ganz im Sinne der Aufklärer, die ihn schufen.

Manfred Becker-Huberti, dessen Interview und Buch meine Quelle ist, ist kath. Theologe, Heiligenexperte und war ehemaliger Pressesprecher des Erzbistums Köln. Er hat selbst an der Werbestrategie für den Nikolaus als katholischen Repräsentanten aktiv mitgewirkt. Auch hat er zwei Bücher über den Hl. Nikolaus geschrieben, in denen er die Aktion "Weihnachtsmannfreie Zone" unterstützt und die Verherrlichung des Heiligen als Vorbild nährt. Ebenso beteiligt er sich an der Abwertung des Weihnachtsmanntradition: "Der Weihnachtsmann ist ein Falsifikat, eine Hülle ohne Inhalt, (...), eine hohle Kommerz-Ikone" (2005, S. 6). - Manfred Becker-Huberti ist also kein Kirchenkritiker!

St. Niklas in Ostfriesland (1863)

Literatur

  • Häcker, Sabine: Wem gehört Weihnachten? - Brauchtum, Glaube und Politik. (2025, S. 33 ff.) In diesem Buch kann die Entstehung der Nikolaustradition und das Framing durch die kath. Kirche ausführlich nachgelesen werden!
  • Häcker, Sabine: Wie wurde Weihnachten erfunden? - Die Bibel, die Kirche und der Geburtstag. (2025, S. 63 ff.)
  • Jacobus de Voragine: Legenda aurea. (13. Jhd.); Hrsg.: Jacques Laager: Heiligenlegenden. (1982)
  • Domradio (Hrsg.): Wer war der Heilige Nikolaus und woher kommen die Bräuche? https://www.domradio.de/artikel/wer-war-der-heilige-nikolaus-und-woher-kommen-die-braeuche (Jan Hendrik Stens interviewt am 05.12.2023 den Heiligenexperten Manfred Becker-Huberti).
  • Manfred Becker-Huberti: Heiliger Nikolaus. Geschichten - Legenden - Brauchtum. (2018)
  • Manfred Becker-Huberti: Der heilige Nikolaus. Leben, Legenden und Bräuche. (2005) Interessanterweise hat der kath. Theologe Manfred Becker-Huberti zwei Bücher über den Nikolaus geschrieben: Eines, als er noch Pressesprecher des Erzbistums Köln war (2005), in dem er katholisch-populistische Töne anschlägt. Als er in Rente war, schrieb er noch einmal ein Nikolausbuch (2018), dieses Mal wissenschaftlicher.
  • Bonifatiuswerk: Aktion "Weihnachtsmannfreie Zone" https://www.bonifatiuswerk.de/de/aktionen/weihnachtsmannfreie-zone/
  • Die Nikolausdarstellung im Wandel der Zeit
    Otto Freiherr von Reinsberg-Düringsfeld: Das festliche Jahr. (1863) Digitalisiert von der Bayerischen Staatsbibliothek, MDZ. https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10016939?page=,1
  • Adalbert Kuhn: Sagen, Gebräuche und Märchen aus Westfallen und einigen anderen (...) Gegenden Norddeutschlands; Zweiter Theil. (1859) Kuhn beschrieb 1859 (S. 100 f.) den Nikolaus so: "Am Niklastage kommt ein zerlumpter Kerl, der Niklas, und bringt den Kindern Äpfel und Nüsse (Hilchenbach). / Am Niklastag kommt der Niklas auf einem Schimmel geritten (...), er hat den weißen Kittel eines Hammerschmieds oder ein weißes Laken an und trägt einen breitkrämpigen Hut (Alten-Hendem)." https://books.google.de/books?id=424AAAAAcAAJ&pg=PA143#v=onepage&q&f=false

Hinweis zum Anliegen der geschlechtergerechten Sprache: Es wird die generische Variante in ihrer genderneutralen Definition verwendet. Das grammatikalische Geschlecht von Sprache ist dabei keinesfalls mit dem biologischen oder sozialen Geschlecht von Menschen gleichzusetzen!