Stadt im Mittelalter/Markt

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Zentrum der Städte waren neben den Kirchen die Märkte. Diese waren ein wichtiger Umschlagplatz für Waren, die die Hanwerker produzierten, die die Kaufleute von weitherbrachten. Bauern brachten Lebensmittel in die Stadt und kehrten mit ihren Einkäufen heim.

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Manche Märkte hatten jeden Tag offen; andere fanden nur einmal im Jahr statt (Jahrmarkt).

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Die auf diesen Märkten zum Verkauf angebotenen Artikel sind meist Kunsthandwerkswaren. Typische Waren sind z. B. Kräuter, Felle, Lederwaren, Keramik, Schmuck, Hieb- und Stichwaffen, Bögen und mittelalterliche Kostüme. Auf einigen Veranstaltungen finden sich Anbieter von mittelalterlicher Artefakte. Kunsthandwerker, die das Schmiedehandwerk vorführen, sind zum Teil ebenso zu finden wie Glasbläser, die Glasperlen herstellen, Weber und Künstler, die aus Speckstein Töpfe und Skulpturen erstellen, wie ehemals die Wikinger.

Neben der Musik gibt es auch Darbietungen, die von Theater über Erzählungen bis zu Akrobatik, Schwertkämpfen und Feuerspucken reichen. Häufig ist auch ein Hofnarr und einige Künstler und Darsteller.

Im Jahr 2010 wurden in einem Veranstaltungskalender allein in Deutschland bis Mai 686 Mittelaltermärkte verzeichnet,] für das gesamte Jahr 2009 waren es 903. Im Jahr 2004 waren es hingegen erst rund 300.

Dieser Anstieg hängt sowohl mit dem zunehmenden Interesse des Publikums als auch mit dem Anwachsen der Zahl der Besticker zusammen. Neben den inhaltlichen Motiven, also dem Feilbieten von als mittelalterlich wahrgenommenen Waren in entsprechender Umgebung, kommt hinzu, dass sich mit diesen Märkten Verkaufszeiten erschließen, die ansonsten aufgrund gesetzlicher Regelungen nicht in Frage kommen, wie etwa Sonn- und Feiertage. Darüber hinaus können Plätze beschickt werden, die sich ganz überwiegend in häufig Innenstadtlagen befinden.

Seit 2010 sind aber die Zahlen der Veranstaltungen in Deutschland leicht rückläufig und fanden hier mit rund 1000 Veranstaltungen ihren bisherigen Höhepunkt.

Auch heute kann man sich bei Mittelalter Märkten in manchen Städten noch beteiligen oder besuchen.