Historische Stichworte/Spätmittelalter: Unterschied zwischen den Versionen

Aus ZUM-Unterrichten
(neu)
 
(Historisches Stichwort)
Zeile 1: Zeile 1:
{{Kurzinfo|Stichwort/Geschichte}}
Als '''Spätmittelalter''' bezeichnet man den Zeitraum der europäischen Geschichte, der von der Mitte des 13. bis zur Jahrhundertwende vom 15. zum 16. Jahrhundert reicht (ca. 1250 bis 1500). Das ist der letzte große Zeitabschnitt des [[Mittelalter]]s. Darauf folgt die [[Frühe Neuzeit]].
Als '''Spätmittelalter''' bezeichnet man den Zeitraum der europäischen Geschichte, der von der Mitte des 13. bis zur Jahrhundertwende vom 15. zum 16. Jahrhundert reicht (ca. 1250 bis 1500). Das ist der letzte große Zeitabschnitt des [[Mittelalter]]s. Darauf folgt die [[Frühe Neuzeit]].


Um 1300 breiteten sich Hungersnöte, besonders 1315–1317, und danach die [[Pest]] aus, die ihren Höhepunkt von 1347–1353 erreichte. Sie führte zu einem Bevölkerungsrückgang um nahezu die Hälfte. Außerdem kam es in Frankreich und England zu Volksaufständen und Bürgerkriegen. Schließlich brach 1337 der Hundertjährige Krieg zwischen Frankreich und England aus. Deshalb wurde das Spätmittelalter lange als Zeit des Niedergangs gesehen. Doch andererseits fällt in diese Zeit der Beginn [[Renaissance]], die mit dem Rückgriff auf Errungenschaften der [[Antike]] besonders im Bereich der [[Kunst]] zu einer kulturellen Blüte und zu wissenschaftlichem Fortschritt führte.
Um 1300 breiteten sich Hungersnöte, besonders 1315–1317, und danach die [[Pest]] aus, die ihren Höhepunkt von 1347–1353 erreichte. Sie führte zu einem Bevölkerungsrückgang um nahezu die Hälfte. Außerdem kam es in Frankreich und England zu Volksaufständen und Bürgerkriegen. Schließlich brach 1337 der Hundertjährige Krieg zwischen Frankreich und England aus. Deshalb wurde das Spätmittelalter lange als Zeit des Niedergangs gesehen. Doch andererseits fällt in diese Zeit der Beginn [[Renaissance]], die mit dem Rückgriff auf Errungenschaften der [[Antike]] besonders im Bereich der [[Kunst]] zu einer kulturellen Blüte und zu wissenschaftlichem Fortschritt führte.
{{Historisches Stichwort}}

Version vom 14. Dezember 2016, 21:26 Uhr

Als Spätmittelalter bezeichnet man den Zeitraum der europäischen Geschichte, der von der Mitte des 13. bis zur Jahrhundertwende vom 15. zum 16. Jahrhundert reicht (ca. 1250 bis 1500). Das ist der letzte große Zeitabschnitt des Mittelalters. Darauf folgt die Frühe Neuzeit.

Um 1300 breiteten sich Hungersnöte, besonders 1315–1317, und danach die Pest aus, die ihren Höhepunkt von 1347–1353 erreichte. Sie führte zu einem Bevölkerungsrückgang um nahezu die Hälfte. Außerdem kam es in Frankreich und England zu Volksaufständen und Bürgerkriegen. Schließlich brach 1337 der Hundertjährige Krieg zwischen Frankreich und England aus. Deshalb wurde das Spätmittelalter lange als Zeit des Niedergangs gesehen. Doch andererseits fällt in diese Zeit der Beginn Renaissance, die mit dem Rückgriff auf Errungenschaften der Antike besonders im Bereich der Kunst zu einer kulturellen Blüte und zu wissenschaftlichem Fortschritt führte.