Historische Stichworte/Populismus

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Populismus bezeichnet einen bestimmten Politikstil. Er ist dadurch gekennzeichnet, dass er mit einfachen, gut verständlichen Argumenten arbeitet.[1] Dabei ist wichtiger, dass die Argumente gut ankommen, also populär sind, als dass sie sich differenziert mit politischen Problemen auseinandersetzen. Oft beruft man sich dabei auf den „gesunden Menschenverstand“ und die „Stimme des Volkes“.

In der politischen Debatte ist Populismus oder populistisch ein häufiger Vorwurf, den sich Vertreter unterschiedlicher Richtungen gegenseitig machen, wenn sie die Aussagen und Forderungen der anderen Seite für populär, aber unrealistisch oder nachteilig halten. Man spricht dann auch von einem politischen Schlagwort bzw. „Kampfbegriff“.

Rechtspopulismus

Rechtspopulismus ist dadurch gekennzeichnet, dass seine Anhänger sich vorstellen, dass die Gesellschaft in zwei Gruppen zerfällt: Das gute Volk und die korrupte (verdorbene, bestechliche) Elite.

Das Wort ist freilich - genauso wie das Wort Populismus - ein Kampfbegriff. Insofern wird es - je nach der Absicht, die der Sprecher verfolgt - oft in ganz unterschiedlichem Sinne verwendet.

Weblinks

Zitat

"Als Helmut Kohl vor nun knapp 30 Jahren für den Osten Deutschlands "blühende Landschaften"Wikipedia-logo.png versprach, da war das klassischer Populismus: man verspricht der Bevölkerung etwas, von dem man weiß, dass es nicht einzulösen ist." (Fontane44 (Diskussion) 13:46, 12. Feb. 2017 (CET))

  1. "Für den Populismus ist charakteristisch, dass er stets eine eindeutige Kausalität zwischen Ursache und Wirkung behauptet." (Herfried Münkler: Die neuen Deutschen: Ein Land vor seiner Zukunft)