Historische Stichworte/Populismus: Unterschied zwischen den Versionen

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Unter '''Populismus''' versteht man eine mit politischen Absichten verbundene, auf Volksstimmungen gerichtete Themenwahl und Rhetorik.
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'''Populismus''' bezeichnet einen bestimmten Politikstil. Er ist dadurch gekennzeichnet, dass er mit einfachen, gut verständlichen Argumenten arbeitet.<ref>"Für den Populismus ist charakteristisch, dass er stets eine eindeutige Kausalität zwischen Ursache und Wirkung behauptet." (Herfried Münkler: [[Die neuen Deutschen: Ein Land vor seiner Zukunft]])</ref> Dabei ist wichtiger, dass die Argumente gut ankommen, also populär sind, als dass sie sich differenziert mit politischen Problemen auseinandersetzen. Oft beruft man sich dabei auf den „gesunden Menschenverstand“ und die „Stimme des Volkes“.
  
n der politischen Debatte ist Populismus oder populistisch ein häufiger Vorwurf, den sich Vertreter unterschiedlicher Richtungen gegenseitig machen, wenn sie die Aussagen und Forderungen der anderen Seite für populär, aber unrealistisch oder nachteilig halten. Man spricht dann auch von einem politischen Schlagwort bzw. „Kampfbegriff“.
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In der politischen Debatte ist Populismus oder populistisch ein häufiger Vorwurf, den sich Vertreter unterschiedlicher Richtungen gegenseitig machen, wenn sie die Aussagen und Forderungen der anderen Seite für populär, aber unrealistisch oder nachteilig halten. Man spricht dann auch von einem politischen Schlagwort bzw. „Kampfbegriff“.
  
 
== Rechtspopulismus ==
 
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Das Wort ist freilich - genauso wie das Wort [[Populismus]] - ein Kampfbegriff. Insofern wird es - je nach der Absicht, die der Sprecher verfolgt - oft in ganz unterschiedlichem Sinne verwendet.  
 
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'''Linkspopulismus''' bezeichnet einen zur politischen [[Historische Stichworte/links und rechts|Linken]] neigenden Populismus, der sich für soziale Gleichheit, soziale Gerechtigkeit, Frieden und Umverteilung des Vermögens einsetzt. Kernthema des linken Populismus sind die „Wiederherstellung und Vertiefung der Demokratie“ mit dem Ziel einer radikalen sozialen Umverteilung.
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Der Begriff ist in der Politikwissenschaft umstritten und wird vor allem als Gegenbegriff zu dem weit verbreiteten Terminus des Rechtspopulismus aufgegriffen.
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* [http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtspopulismus/?pk_campaign=nl2017-03-22&pk_kwd=241384 Rechtspopulismus] Informationen der Bundeszentrale für politische Bildung
 
* [http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtspopulismus/?pk_campaign=nl2017-03-22&pk_kwd=241384 Rechtspopulismus] Informationen der Bundeszentrale für politische Bildung
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* [http://fontanefansschnipsel.blogspot.de/search/label/Populismus Populismus in ''Fontanefans Schnipsel'']
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* [http://fontyfan.blogspot.de/search/label/Populismus Populismus in ''Fonty'']
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* [http://www.zeit.de/2008/05/Offener-Brief Schluss mit dem Populismus!] - Offener Brief (Die Zeit, 06/2008, 24.01.2008)
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"Als Helmut Kohl vor nun knapp 30 Jahren für den Osten Deutschlands {{wpde|Blühende Landschaften|"blühende Landschaften"}} versprach, da war das klassischer '''Populismus''': man verspricht der Bevölkerung etwas, von dem man weiß, dass es nicht einzulösen ist." ([[Benutzer:Fontane44|Fontane44]] ([[Benutzer Diskussion:Fontane44|Diskussion]]) 13:46, 12. Feb. 2017 (CET))
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[[Kategorie:Politik]]

Aktuelle Version vom 3. Mai 2022, 04:06 Uhr

Populismus bezeichnet einen bestimmten Politikstil. Er ist dadurch gekennzeichnet, dass er mit einfachen, gut verständlichen Argumenten arbeitet.[1] Dabei ist wichtiger, dass die Argumente gut ankommen, also populär sind, als dass sie sich differenziert mit politischen Problemen auseinandersetzen. Oft beruft man sich dabei auf den „gesunden Menschenverstand“ und die „Stimme des Volkes“.

In der politischen Debatte ist Populismus oder populistisch ein häufiger Vorwurf, den sich Vertreter unterschiedlicher Richtungen gegenseitig machen, wenn sie die Aussagen und Forderungen der anderen Seite für populär, aber unrealistisch oder nachteilig halten. Man spricht dann auch von einem politischen Schlagwort bzw. „Kampfbegriff“.

Rechtspopulismus

Rechtspopulismus ist dadurch gekennzeichnet, dass seine Anhänger sich vorstellen, dass die Gesellschaft in zwei Gruppen zerfällt: Das gute Volk und die korrupte (verdorbene, bestechliche) Elite.

Das Wort ist freilich - genauso wie das Wort Populismus - ein Kampfbegriff. Insofern wird es - je nach der Absicht, die der Sprecher verfolgt - oft in ganz unterschiedlichem Sinne verwendet.

Linkspopulismus

Linkspopulismus bezeichnet einen zur politischen Linken neigenden Populismus, der sich für soziale Gleichheit, soziale Gerechtigkeit, Frieden und Umverteilung des Vermögens einsetzt. Kernthema des linken Populismus sind die „Wiederherstellung und Vertiefung der Demokratie“ mit dem Ziel einer radikalen sozialen Umverteilung.

Der Begriff ist in der Politikwissenschaft umstritten und wird vor allem als Gegenbegriff zu dem weit verbreiteten Terminus des Rechtspopulismus aufgegriffen.


Weblinks

Zitat

"Als Helmut Kohl vor nun knapp 30 Jahren für den Osten Deutschlands "blühende Landschaften"Wikipedia-logo.png versprach, da war das klassischer Populismus: man verspricht der Bevölkerung etwas, von dem man weiß, dass es nicht einzulösen ist." (Fontane44 (Diskussion) 13:46, 12. Feb. 2017 (CET))

  1. "Für den Populismus ist charakteristisch, dass er stets eine eindeutige Kausalität zwischen Ursache und Wirkung behauptet." (Herfried Münkler: Die neuen Deutschen: Ein Land vor seiner Zukunft)