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Protest gegen Artikel 13

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

warum können Sie unser Angebot heute nicht wie gewohnt benutzen?

Wir protestieren mit dieser zeitweisen Abschaltung gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform, die voraussichtlich in der Woche ab dem 25.03.2019 vom Parlament der Europäischen Union verabschiedet werden soll.

Die geplante Reform könnte dazu führen, dass das freie Internet erheblich eingeschränkt wird und dass ZUM-Angebote wie dieses hier künftig nicht mehr möglich sind.

Selbst kleinste Unternehmen müssten fehleranfällige und technisch unausgereifte Upload-Filter für sämtliche ihrer Inhalte einsetzen (Artikel 13) und für minimale Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um das sogenannte Leistungsschutzrecht für Presseverleger einzuhalten (Artikel 11). Dies könnte die Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit deutlich beeinträchtigen. Zwar könnte nach aktuellem Stand die ZUM als gemeinnütziger Verein von solchen Pflichten ausgenommen sein, ob das aber tatsächlich so sein wird, ist momentan unklar.

Wir verstehen, dass die heutige Abschaltung für Sie unter Umständen eine Behinderung Ihres gewohnten Arbeitsablaufs darstellt. Allerdings halten wir es für wichtig, dass unseren Nutzern klar wird, was mit der geplanten Regelung auf dem Spiel steht. Die Abschaltung einzelner unserer Dienste könnte damit zum Dauerzustand werden.

Gegen die Reform protestieren auch

Wir bitten Sie deshalb darum …

  • die Abgeordneten des Europäischen Parlaments zu kontaktieren und sie über Ihre Haltung zur geplanten Reform zu informieren. Das ist auf dieser Seite sehr leicht und ohne großen Aufwand möglich.
  • an den Demonstrationen teilzunehmen, die am 23. März 2019 in ganz Europa stattfinden.
  • Ihr demokratisches Recht wahrzunehmen und am 26. Mai 2019 an der Wahl des EU-Parlaments teilzunehmen.

Danke.

Ihr ZUM-Vorstand

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ZUM-Unterrichten schaltet aus Protest gegen die geplante EU-Urheberrechtsreform am Do. 21.03.2019 für 24h ab.

Historische Stichworte/Freikorps

Aus ZUM-Unterrichten
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Kurzinfo
Vorlage:Kurzinfo Unterricht

Freikorps gab es in Deutschand seit dem 18. Jahrhundert.[1] Der Name deutet an, dass sie nicht zur staatlich organisierten Wehrpflichtigenarmee gehörten.

In der Weimarer Republik bestanden sie meist aus ehemaligen Soldaten, die keinen Platz in der nach dem Versailler Vertrag auf 100 000 Mann reduzierten Reichswehr gefunden hatten.[2]

Nach der blutigen Niederschlagung des Januaraufstands wurden am 15. Januar 1919 in Berlin Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die auch Gründer der KPD und die Führer des Spartakusbundes waren, von Angehörigen von Freikorps ermordet. Sie verhörten sie im Hauptquartier des Freikorps im Hotel Eden unter schweren Misshandlungen. Liebknecht wurde anschließend im Tiergarten mit drei Schüssen aus nächster Nähe erschossen.[3] Sie töteten auch Rosa Luxemburg heimtückisch.[4] Ihre Leiche wurde erst Ende Mai 1919 im Landwehrkanal gefunden. Die letzten Freikorps wurden 1923 aufgelöst. Teile der Freikorps schlossen sich nationalsozialistischen Organisationen an.

Anmerkungen

  1. Im 18. Jahrhundert waren sie in Deutschland eingesetzte Zusammenschlüsse aus Freiwilligen, Sträflingen und feindlichen Überläufern (vgl. Geschichte der FreikorpsWikipedia-logo.png).
  2. Aufgrund des Versailler Vertrags mussten die Freikorps ab dem 1. Januar 1921 abgerüstet werden.
  3. Zu den näheren Umständen sieh Karl LiebknechtWikipedia-logo.png
  4. Dazu sieh Rosa LxemburgWikipedia-logo.png