Historische Stichworte/Exil: Unterschied zwischen den Versionen

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:"Als [[Juden]] vor den Nazis flüchteten, bot ihnen der dominikanische Diktator Rafael Trujillo Zuflucht - er wollte sein Volk mit 100.000 Einwanderern "aufweißen". So rettete der karibische Rassist auch das Leben des Erfurters Kurt Luis Hess, der heute 98 Jahre alt ist."
:"Als [[Juden]] vor den Nazis flüchteten, bot ihnen der dominikanische Diktator Rafael Trujillo Zuflucht - er wollte sein Volk mit 100.000 Einwanderern "aufweißen". So rettete der karibische Rassist auch das Leben des Erfurters Kurt Luis Hess, der heute 98 Jahre alt ist."


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* [http://www.exil-club.de/ Exil-Club] - ein Projekt von "Schulen ans Netz e. V."
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Aktuelle Version vom 10. Januar 2023, 04:16 Uhr

Exil ist eine allgemeine Bezeichnung für die Abwesenheit eines Menschen oder einer Gruppe aus dem Herkunftsland.

Die Gründe können völlig unterschiedlicher Art sein. In der Antike, besonders in Griechenland mit seinen kleinen Stadtstaaten, führten oft Machtkämpfe zu einem zeitweiligen Exil, wenn nach einem politischen Umsturz die bisher herrschende Gruppe im Ausland (oft in einem mit dem Herkunftsland verfeindeten) Zuflucht suchten, um von dort eine Rückkehr - nicht selten eine mit militärischer Unterstützung vorzubereiten.

In Athen gab es ein institutionalisiertes Zwangsexil für Bürger, die aus der Sicht einer großen Zahl ihrer Mitbürger zu mächtig zu werden drohten, durch das ScherbengerichtDatei:Wikipedia-logo.png. Weitere Gründe können sein: Verbannung, Vertreibung, Zwangsumsiedlung, religiöse oder politische Verfolgung.

Geschichte

Ein bekanntes Beispiel aus der Geschichte ist die Zwangsumsiedlung der Oberschicht Israels, die sogenannte Babylonische GefangenschaftDatei:Wikipedia-logo.png unter Nebukadnezar II.; Ähnliches gab es auch bei den Assyrern. Die Absicht war es, mögliche Aufstände zu verhindern, indem man mögliche Anführer von ihrer Herkunftsgruppe isolierte.

Im Römischen Reich hatte der Senat das Recht, Einzelpersonen, Gruppen und auch die Bevölkerung größerer Gebiete ins Exil zu schicken. . Ein berühmtes Beispiel aus römischer Zeit ist OvidDatei:Wikipedia-logo.png. Aus späterer Zeit sind Dante AlighieriDatei:Wikipedia-logo.png und Napoléon Bonaparte zu nennen.

Exil 1933 - 1945

In der Zeit des Nationalsozialismus gingen schon in den ersten Jahren viele Intellektuelle ins Exil, so z.B. die Schriftsteller Thomas MannDatei:Wikipedia-logo.png, Heinrich MannDatei:Wikipedia-logo.png und Anna SeghersDatei:Wikipedia-logo.png. Jüdische Wissenschaftler, denen die Lehrbefugnis an der Universität entzogen wurde wie Albert EinsteinDatei:Wikipedia-logo.png emigrierten, aber auch Juden, die die Möglichkeit dazu hatten und die kommenden Verfolgungen ahnten. Das Exil wurde zunächst in Nachbarländern wie Niederlande, Frankreich und Schweiz gesucht. Aufgrund des deutschen Vordringens im Zweiten Weltkrieg mussten dann aber immer entferntere Länder aufgesucht werden, so dass für viele die Flucht erst in den USA endete. Bertolt BrechtDatei:Wikipedia-logo.png führte sein Weg von Prag über Paris nach Dänemark, dann über Schweden nach Finnland und schließlich 1941 über Moskau und Wladiwostok ebenfalls in die USA.

Exil in der Karibik

"Als Juden vor den Nazis flüchteten, bot ihnen der dominikanische Diktator Rafael Trujillo Zuflucht - er wollte sein Volk mit 100.000 Einwanderern "aufweißen". So rettete der karibische Rassist auch das Leben des Erfurters Kurt Luis Hess, der heute 98 Jahre alt ist."

Weblinks



Kindgerecht erklärt: Mehr Infos zu „Exil“ findest du im Klexikon Klexikon unter Exil.

"Hervorgegangen ist dieses Internetprojekt aus dem pädagogischen Portal "Exil-Club" - initiiert von der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft, realisiert mit "Schulen ans Netz" - und aus einem Stiftungsaufruf mit dem PEN-Zentrum deutschsprachiger Schriftsteller im Ausland, dem sogenannten "Exil-PEN"." (www.exil-archiv.de)

"So sollen u.a. auf www.exil-archiv.de publiziert werden:

  • Porträts und Werkauszüge von Schriftstellern/ Bildenden Künstlern/ Musikern, Liedermachern, Schauspielern, Filmemachern, Natur- und Geisteswissenschaftlern, Journalisten u.a., die in der Ausübung ihres Berufes gehindert wurden bzw. werden.
  • Berichte von aktuell Betroffenen
  • Interviews mit, Werkauszüge von und Erinnerungen an Exilierte nach Geburts- und Todesdaten. Wichtige historische Einschnitte wie "Machtergreifung" und "Bücherverbrennung"
  • Als Hintergrundinformation Berichte und Reportagen über Länder, in denen Meinungsfreiheit und Menschenrechte verletzt werden."

Siehe auch