Historische Stichworte/Der Weg zur Reformation: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 25. November 2018, 19:18 Uhr

Der Weg zur Reformation lässt sich in einfacher Form so beschreiben:

Reformbemühungen gab es in der Kirche immer wieder, sie waren freilich ganz unterschiedlicher Art. Doch erst im 14. Jahrhundert war bei John Wiclif etwas von dem reformatorischen Geist zu spüren, wie er angestoßen durch Luther ab 1517 große Teile Europas ergriff.

Hier verband sich eine persönliche Frömmigkeit, die eine unmittelbare Beziehung des Gläubigen zu Gott annahm, mit der Kritik an den Auswüchsen der Verweltlichung kirchlicher Institutionen und an dem Machtstreben der Päpste in der Renaissance.

Für Luther war dafür entscheidend, dass er durch den Römerbrief des Apostels Paulus zu der Überzeugung kam, dass der Mensch sich nicht durch Werke rechtfertigen müsse, sondern dass er von Gott gerechtfertigt werde (Rechtfertigungslehre). Später hat Luther es in die Formel "allein durch den Glauben" gebracht.