Historische Stichworte/Demonstration

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Sitzblockade gegen Castortransporte 2011 in Gorleben

Eine Demonstration im politischen Sinne ist eine öffentliche Versammlung zum Zwecke der Meinungsäußerung. In Deutschland ist das Demonstrationsrecht im Artikel 8 im Rahmen der Versammlungsfreiheit des Grundgesetzes festgeschrieben.

Demonstrationen sind meist nicht nur Versammlungen, sondern werden oft von Aktionen begleitet. Zum Beispiel können es Märsche mit abschließenden Kundgebungen sein, aber auch Schweigemärsche, Mahnwachen, Menschenketten bis hin zu Protestaktionen wie Sitzstreiks oder Sitzblockaden gehören dazu. Sie können nur drei, vier Personen, aber auch hundertausende umfassen.

Beispiele von Demonstrationen, die einige politische Wirkungen hatten, auch wenn sie ihr Ziel nicht erreichten, sind:

  • 16. und 17. Juni 1953: Volksaufstand in der DDR
  • 2. Juni 1967: Demonstration anlässlich des Schahbesuches in Berlin, der Student Benno Ohnesorg wird von einem Polizisten erschossen
  • Demonstrationen während der Studentenunruhen der späten 1960er Jahre
  • In den 1980er Jahren mehrere Massendemonstrationen der Friedensbewegung gegen den NATO-Doppelbeschluss: etwa 300.000 Menschen am 10. Oktober 1981 in Bonn, schließlich eine halbe Million Menschen am 10. Juni 1982 parallel zum NATO-Gipfel in Bonn. An der Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten am 22. Oktober 1983 nahmen 500.000 Menschen teil.
  • 1989: in der DDR die letztlich erfolgreichen wöchentlichen Demonstrationen in Dresden, Leipzig (Montagsdemonstrationen) und anderen Städten

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